«Seltsames Bauchgefühl»
US-Wahlforscher löst virale Spekulationen über Trump-Rücktritt aus

Nach dem schwachen Abschneiden der Republikaner baut Donald Trump sein Team um: Stephen Miller ersetzt Susie Wiles als Stabschef. Zugleich sorgt Wahlforscher Nate Silver mit Spekulationen über einen möglichen Trump-Rücktritt für Aufsehen.
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Donald Trumps Republikaner scheiterten bei den Zwischenwahlen. Er selbst sieht sich fest im Sattel.
Foto: AFP

Darum gehts

  • Nach dem schwachen Abschneiden der Republikaner ersetzt Stephen Miller Stabschefin Susie Wiles
  • Über Pete Hegseths mögliche Absetzung und Marco Rubios vorzeitigen Rückzug wird in Washington spekuliert
  • Wahlforscher Nate Silver glaubt sogar, das Donald Trump als Präsident zurücktreten könnte
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Janine EnderliRedaktorin News

Nach dem dramatischen Abschneiden der Republikaner bei den US-Zwischenwahlen wird naturgemäss über personelle Rochaden in der Regierung diskutiert. Am Freitag tauschte US-Präsident Donald Trump (80) seine Stabschefin Susie Wiles (69) aus. Sie wird nun durch den Hardliner Stephen Miller ersetzt.

Auch über eine potenzielle Absetzung von Kriegsminister Pete Hegseth sowie einen vorzeitigen Rückzug von Aussenminister Marco Rubio wurde rege diskutiert.

Ein bekannter US-Wahlforscher sorgt am Samstag mit einer weiteren These für Aufsehen. Wahlprognostiker Nate Silver (48) glaubt, dass Donald Trump selbst bald das Handtuch werfen könnte, wie er in dem Podcast «Still Counting» erklärte.

Trump habe «zentralen Machtfaktor» verloren

Silver argumentiert darin, dass Trump durch das Wahldebakel seinen zentralen Machtfaktor verloren habe – die Furcht der eigenen Partei vor ihm.

Belegen kann Silver «seine seltsame Intuition» nicht mit Zahlen oder Insider-Informationen. Ohne eigene Mehrheiten im Kongress und konfrontiert mit parlamentarischen Untersuchungen drohe dem 80-Jährigen jedoch eine Phase völliger politischer Lähmung – eine Rolle als klassische «Lame Duck», die seinem Naturell fundamental widerspreche, so Silver.

Die Bemerkung des Prognostikers führte in zahlreichen Medien und sozialen Medien zu Spekulationen über einen möglichen Trump-Rücktritt. So aufsehenerregend die These ist, so vorsichtig muss sie jedoch eingeordnet werden: Im Gegensatz zu Silvers Vorhersagemodellen handelt es sich hierbei nicht um eine datengestützte Prognose oder Wahrscheinlichkeitsrechnung, sondern um einen persönlichen Gedanken.

Bestätigung der These nicht sehr wahrscheinlich

In Washington gilt ein solcher Schritt zudem als extrem unwahrscheinlich. Ein freiwilliger Rückzug widerspräche Trumps gesamter politischer Biografie, die seit jeher auf kompromisslose Konfrontation ausgelegt ist.

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