Darum gehts
- Nach verlorenen Zwischenwahlen wird über Rubios vorzeitigen Abgang aus Trumps Regierung spekuliert
- Insider berichten, Rubio bereite die Kandidatur 2028 vor, Vance gilt als Rivale in der Partei
- Parteikreise sagen, Rubio habe einen Rücktritt vor den Zwischenwahlen erwogen und halte sich zurück
In Washington und europäischen Hauptstädten wachsen nach dem katastrophalen Abschneiden der Republikaner bei den Zwischenwahlen die Spekulationen über einen baldigen Rückzug von US-Aussenminister Marco Rubio (55) aus der Trump-Administration. Anlass sind Berichte, wonach er sich für eine eigene Präsidentschaftskandidatur 2028 in Stellung bringen will.
Wie die britische Zeitung The Independent unter Berufung auf Insider berichtet, bereite sich der US-Aussenminister und Sicherheitsberater des Weissen Hauses darauf vor, ins Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur 2028 einzusteigen. Als sein schärfster parteiinterner Konkurrent gilt dabei Vizepräsident J. D. Vance (42).
Rubio soll Rücktritt bereits vor den Midterms erwogen haben
Bemerkenswert: Die Spekulationen über einen Rückzug aus dem Kabinett von Donald Trump kursierten demnach schon vor dem herben Rückschlag bei den Zwischenwahlen, bei denen die Republikaner die Mehrheit in beiden Kammern verloren haben.
Hochrangige Parteikreise in Washington sowie Spitzenvertreter der britischen Regierung hätten der Zeitung bestätigt, dass Rubio einen vorzeitigen Abschied bereits im Vorfeld der Midterms erwogen habe. Die Insider bekräftigten diese Erwartung angesichts der schweren Wahlniederlage noch zusätzlich.
US-Aussenminister hält Abstand
Rubio hat sich seit den Zwischenwahlen mit öffentlichen Erklärungen zurückgehalten und könnte damit seine eigene Position stärken. Ob es tatsächlich zu einem baldigen Abschied kommt, bleibt offen.
Für Marco Rubio wäre ein solcher Abgang allerdings ein riskantes Manöver: Er müsste den Spagat schaffen, sich einerseits als loyal gegenüber der republikanischen Basis zu präsentieren, andererseits aber genügend Distanz zum Kurs Donald Trumps aufzubauen, um bei den Vorwahlen 2028 gegen andere Kandidaten wie Vance bestehen zu können.