So speziell ist das Leben in Grönland
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Nur drei Ampeln:So speziell ist das Leben in Grönland

Freuen darf sich ein anderer
Trump feiert seinen Grönland-Deal – doch die Expertin ist skeptisch

Die USA sichern sich mit einem Abkommen die Kontrolle über die Sicherheit Grönlands. Dass es sich dabei aber wirklich um einen Erfolg für die Amerikaner handelt, bezweifelt eine Expertin. Profitieren dürfte vor allem die Nato.
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Für die Sicherheit Grönlands sind künftig die Amerikaner zuständig.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Trump verkündet unbefristetes Abkommen über Grönland mit Dänemark am Freitag
  • Abkommen schliesst China und Russland von Grönland aus
  • Nato profitiert: Keine Drittstaaten-Truppen ohne US-Genehmigung
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Fabrice ObristRedaktor News

Überraschend hat US-Präsident Donald Trump (80) am Freitag verkündet, dass sich die USA mit Grönland und Dänemark auf einen unbefristeten Vertrag geeinigt haben. Das sogenannte «Infinite Life Agreement» sichert den USA die Kontrolle über die Sicherheit und alle weiteren strategischen Belange der arktischen Insel zu.

Trump verkauft das Abkommen auf Truth Social als Erfolg. Dieser Darstellung schenkt Franziska Brühwiler (44) wenig Glauben. Sie ist Professorin an der Universität St. Gallen und eine der bekanntesten USA-Expertinnen der Schweiz.

«Grönland-Eskapaden nicht verstanden»

«Die US-Präsenz bei gleichzeitiger Unabhängigkeit Grönlands ist jetzt zwar gesichert. Aber eigentlich hat sich relativ wenig verändert», so Brühwiler. «Die USA hatten schon zuvor die Aussicht, ihre Militärpräsenz auf der Insel jederzeit zu erhöhen.» Nach dem Zweiten Weltkrieg handelten die USA bereits ein Abkommen aus, das ihnen die militärische Nutzung Grönlands zusicherte.

Trotzdem dürfte Trump der Deal gelegen kommen. Denn bald wählen die Amerikaner im Rahmen der sogenannten Midterms einen neuen Kongress, wobei die Republikaner geschwächt werden könnten. «Trumps Wähler haben seine Grönland-Eskapaden überhaupt nicht verstanden», erklärt Brühwiler. Dass dieser Punkt auf seiner Agenda jetzt abgeschlossen ist, dürften sie goutieren.

Nato ist grosse Gewinnerin

Für Dänemark und Grönland ist der Abschluss der Verhandlungen ebenfalls ein positives Zeichen. Donald Trump verlangte stets, dass die USA die arktische Insel von Dänemark vollständig übernehmen. Jetzt sind seine territorialen Ansprüche – zumindest vorübergehend – vom Tisch.

Grosse Gewinnerin des Abkommens dürfte unter anderem die Nato sein. Denn als Teil des Vertrags ist es Drittstaaten untersagt, ohne schriftliche Genehmigung Washingtons Truppen zu stationieren oder sensible Investitionen auf der Insel zu tätigen. Damit werden China und Russland faktisch ausgeschlossen.

«Das hier ist Politik»

«Die Präsenz von Nicht-Nato-Staaten auf Grönland war von den Amerikanern und den Europäern ohnehin nicht erwünscht», erklärt Brühwiler. Dazu kommt, dass sich die beiden zerstrittenen Nato-Staaten USA und Dänemark mit der Einigung zumindest ein Stück nähergekommen sind.

Zu den Verlierern dürften daher auch China und Russland gehören, die von einem gespaltenen Westen profitieren. Eine Reaktion der beiden Länder auf das Grönland-Abkommen steht noch aus. Für Brühwiler ist aber ohnehin klar: «Das hier ist Politik. Jegliche Äusserung wird rein fürs Schaufenster sein.»

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