Trump verteidigt Kuschelkurs
«Ich will Russland nicht vertreiben»

Er wolle Moskau nicht vom Verhandlungstisch vertreiben, schreibt Trump auf Truth Social. Zugleich kritisiert er ukrainische Angriffe auf russische Dieselraffinerien scharf.
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Er wolle die Friedensverhandlungen nicht gefährden, schreibt US-Präsident Donald Trump auf Truth Social.
Foto: Getty Images via AFP

Darum gehts

  • Trump verteidigt seinen Russland-Kurs mit Hinweis auf Verhandlungen
  • Er kritisiert ukrainische Angriffe auf Raffinerien und warnt vor Folgen für den weltweiten Dieselmarkt
  • Der Hintergrund: Demokraten und Republikaner kritisierten den Kuschelkurs mit Putin
Gabriel Knupfer
Gabriel KnupferRedaktor News

Im Ukraine-Krieg schlägt sich Donald Trump (80) zunehmend auf die Seite Russlands. Mit dem Diesel-Deal, dem Waffenstillstand für den Energiesektor und der Drosselung von Starlink spielt der US-Präsident Wladimir Putin in die Karten.

Nun verteidigt Trump den Kurs auf der Plattform Truth Social. «Meine Entscheidung in Bezug auf Russland ist ganz einfach», schreibt der Präsident. «Ich bin gerade dabei, über einen Frieden zu verhandeln, und möchte nichts tun, was Russland vom Verhandlungstisch vertreiben könnte.»

Trump sieht grosse Fortschritte

In den Verhandlungen würden grosse Fortschritte erzielt, so Trump weiter. «Dazu gehören auch die aktuellen Verhandlungen über die Geiseln.» Es gebe ein Dokument, das er jederzeit unterzeichnen könnte.

Trump verteidigt Putin auch gegen den Vorwurf, dass dieser den Iran im Krieg gegen die USA unterstützen würde. «Russland unternimmt, wenn überhaupt, nur sehr wenig, um der Islamischen Republik Iran zu helfen», schreibt Trump. «Ich möchte, dass das so bleibt.»

«Bauern leiden stark darunter»

Trump verurteilt die ukrainischen Angriffe auf russische Dieselraffinerien scharf. Wolodimir Selenski (48) schädige damit den weltweiten Dieselmarkt. «Bauern, Viehzüchter und Unternehmen aller Art leiden stark darunter, aber Russland liefert dennoch Millionen Barrel Diesel zu einem niedrigen Preis in die Welt.»

Erneut wirft Trump dem ukrainischen Präsidenten mangelnden Friedenswillen vor. «Bei all dem Geld, das Europa ihm bekanntermassen zukommen lässt und das ihm der korrupte Joe Biden in der Vergangenheit gegeben hat – will er diesen Krieg nicht beenden und wollte es wahrscheinlich auch nie.»

Heftige Kritik am Kuschelkurs

Trumps Post hat einen Grund: Heftige Kritik aus den eigenen Reihen. Demokraten und Republikaner verurteilten Trumps Dieseldeal und die Aussetzung von geplanten Sanktionen gegen Russland.

Die hohen Dieselpreise sind kurz vor den Zwischenwahlen ein grosses Problem für die Republikaner. Allerdings hat vor allem auch Trumps Krieg gegen den Iran die Preise in die Höhe getrieben.

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