Darum gehts
- US-Gesandte Kushner und Witkoff verhandeln in Kiew über Friedensvorschlag
- Selenski betont Bedeutung von Frieden, Sicherheitsgarantien und realistischen Ansätzen
- Putin-Gespräche fanden am Samstag statt, Russland bleibt bei seinen Forderungen
Am Samstag wurden US-Sondergesandter Steve Witkoff (69) und Jared Kushner (45) am Flughafen Moskaus von Putins Berater Kirill Dmitrijew willkommen geheissen, am Sonntag wurden sie von einer ukrainischen Delegation an einem Bahnhof in Kiew empfangen. Die amerikanischen Unterhändler wollen mit Präsident Wolodimir Selenski (48) über einen neuen Friedensvorschlag aus Washington verhandeln.
Es ist das erste Mal, dass Kushner und Witkoff in Kiew gastieren – zur Begrüssung gab es eine grosse Umarmung vom ukrainischen Präsidenten für die beiden. Im Vorfeld des Treffens äusserte sich Selenski bereits zu den Vorbereitungen. «Wir sind bereit für das Gespräch. Die Ukraine war stets konstruktiv und wird dies auch bleiben. Wir sind daran interessiert, das Ende des Krieges näherzubringen», schreibt der ukrainische Präsident. «Frieden ist notwendig. Sicherheitsgarantien sind notwendig. Ein würdiger Charakter des Friedens nach dem Krieg ist notwendig.»
Kreml besteht auf Forderungen
Nach einer Tour durch die St.-Sofia-Kathedrale in der Hauptstadt begannen am Nachmittag schliesslich die Gespräche mit Selenski. Ukrainische Vorschläge würden bereits bereitliegen, so der Präsident. Nun sei es wichtig, «koordiniert, sachlich und realistisch» vorzugehen.
Am Samstag fanden bereits Verhandlungen mit Kremlchef Wladimir Putin (73) statt. Schon im Vorfeld liess Regierungssprecher Dmitri Peskow (58) durchblicken, Russland würde «bei seinen Forderungen bleiben». Moskau verlangt somit weiterhin Gebietsabtretungen, den Verzicht der Ukraine auf eine Nato-Perspektive und eine deutliche Verkleinerung der ukrainischen Streitkräfte.
Putin berichtete Witkoff und Kushner am Samstag laut einem Kreml-Berater von «tatsächlichen Erfolgen der russischen Armee». Konkrete Ergebnisse wurden nicht bekannt.