Darum gehts
- US-Gesandte Witkoff und Kushner reisen am Sonntag nach Kiew.
- Selenski fordert Waffenstillstand während des Aufenthalts in Moskau und Kiew.
- Putin beharrt auf Gebietsabtretungen, Nato-Verzicht und Truppenverkleinerung.
Am Sonntag werden die beiden US-Gesandten Steve Witkoff (69) und Jared Kushner (45) in Kiew erwartet. Das hat der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski (48) kürzlich bestätigt. Zuvor sollen die beiden Vertrauten von US-Präsident Donald Trump (80) auch die russische Hauptstadt Moskau besuchen.
Warum die Reise? Das verriet Trump am Freitag vor Journalisten im Oval Office. «Sie bringen einen Vorschlag zur Beendigung des Krieges mit.» Viel konkreter wurde er nicht.
Ein Insider hatte der Nachrichtenagentur Reuters diese Woche gesagt, Witkoff sei vor der Reise nervös. Nun ist klar, warum.
Dringen Witkoff und Kushner zu Putin durch?
Die US-Regierung soll laut übereinstimmenden Medienberichten Sicherheitszusagen von beiden Seiten verlangt haben. Selenski erklärte, die Ukraine werde während des Moskau-Aufenthalts der beiden Trump-Gesandten keine Luftangriffe durchführen. Im Gegenzug forderte er den Kreml auf, am Sonntag Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt zu unterlassen.
Es wäre das erste Mal, dass Witkoff und Kushner seit Trumps Rückkehr ins Weisse Haus in die Ukraine reisen. Beide haben bereits mehrfach Moskau besucht und dort Gespräche mit Kremlchef Wladimir Putin (73) geführt. Wie «Axios» berichtet, sollen sie am Samstag in Moskau eintreffen und am Sonntag nach Kiew weiterreisen. Dem Nachrichtenportal nach haben sich Witkoff und Kushner am Donnerstag im Weissen Haus mit Trump getroffen, um den Besuch vorzubereiten.
Die Chancen auf einen diplomatischen Durchbruch bleiben gering. Putin besteht weiterhin auf Forderungen, die Kiew ablehnt – darunter Gebietsabtretungen, der Verzicht auf eine Nato-Perspektive und eine deutliche Verkleinerung der ukrainischen Streitkräfte. Gleichzeitig hat Russland seine Angriffe auf ukrainische Städte intensiviert.