Darum gehts
- Putin ordnet dreitägige Feuerpause in Ukraine wegen US-Gesandten an
- Kreml fordert Ukraine-Verzicht auf Nato und Abtretung vierer Regionen
- US-Unterhändler reisen am Sonntag erstmals nach Kiew für Gespräche
Wladimir Putin (73) stoppt die Bomben auf Kiew. Der russische Präsident hat eine dreitägige Feuerpause angeordnet. Der Grund für den Stopp: Hochrangige US-Unterhändler sind am Samstag in Moskau gelandet.
Wie Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte, gilt die Pause während der Anwesenheit von Steve Witkoff (69) und Jared Kushner (45). Letzterer ist der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump (80) – Bilder zeigen, wie Kushner und Putin-Berater Kirill Dmitrijew sich am Moskauer Flughafen einen Handschlag geben. Dmitrijew begleitete die Amerikaner bereits bei früheren Treffen mit Putin.
Zuvor reiste am 25. August CIA-Direktor John Ratcliffe (60) nach Moskau. Es war der erste Besuch eines US-Geheimdienstchefs seit 2021.
Harte Forderungen aus Moskau
Der Kreml bleibt allerdings hart. «Russland bleibt bei seinen Forderungen», sagte Peskow am Freitag. Ein Frieden sei nur möglich, wenn die Ukraine auf einen Nato-Beitritt verzichte. Zudem fordert Moskau die vollständige Abtretung von vier ukrainischen Regionen. Das betrifft auch Gebiete, die Russland derzeit gar nicht kontrolliert.
Trotz der angekündigten Kampfpause blieben die Spannungen hoch. In der Nacht auf Samstag griff Russland laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski (48) erneut Flughäfen in Kiew an. «Es ist klar, dass diese Angriffe mit den Vorbereitungen für die Reise von Kushner und Witkoff in die Ukraine zusammenhängen», erklärte Selenski. Die Ukraine habe aber zugesichert, den russischen Luftraum während der drei Tage nicht zu gefährden.
Reise nach Kiew geplant
Am Sonntag wollen die US-Gesandten erstmals für Gespräche nach Kiew reisen. Laut der «Bild» bestand die amerikanische Regierung im Vorfeld auf einem beidseitigen Waffenstillstand während des Besuchs. Die Verhandlungen darüber dauerten Wochen.
Witkoff und Kushner gelten als zentrale Figuren in der US-Diplomatie unter Trump. Sie waren seit 2025 mehrfach in Moskau, aber noch nie in der Ukraine. Zuletzt stockten die Gespräche, weil Washington mit dem Konflikt gegen den Iran beschäftigt war.
Laut der «New York Times» wollen die USA nun Bewegung in den festgefahrenen Friedensprozess bringen. Putins Position ist bisher jedoch unnachgiebig. Ob die Verhandlungen Fortschritte bringen, bleibt offen.