Darum gehts
- Russischer General in Südwesten erschossen, Täter entkam nach Angriff
- General soll Raketenangriff auf Kiewer Kinderspital befohlen haben
- 43 Tote, darunter vier Kinder, bei Angriff auf Kinderspital
Der russische General Nikolai Warpachowitsch wurde im Südwesten Russlands von einem mutmasslichen Attentäter erschossen. Das berichten mehrere russische und ukrainische Medien übereinstimmend.
Demnach habe ein unbekannter Angreifer den General in der Nähe seines Privathauses überfallen und zweimal auf ihn geschossen. Warpachowitsch sei in Kopf und Bauch getroffen worden. Der General habe die Attacke zunächst in kritischem Zustand überlebt, erlag jedoch Stunden später seinen Verletzungen. Der Angreifer sei entkommen.
General soll Angriff auf Kinderspital befohlen haben
Aktuell ist offiziell unklar, wer hinter dem Angriff auf Warpachowitsch steckt. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski habe gegenüber dem Medium «Ukrainian National News» jedoch ein Attentat angedeutet.
Der General wird von der Ukraine für viele brutale Kriegsverbrechen verantwortlich gemacht. So wird er beschuldigt, einen Raketenangriff auf ein Kinderspital in Kiew befohlen zu haben. Das Gebäude wurde dabei teilweise zerstört. Zwei Menschen starben, 32 wurden verletzt. In der Klinik wurden unter anderem Kinder mit Krebs, mit Knochenbrüchen und mit Nierenleiden behandelt.
Warpachowitsch war der Kommandeur der 22. Schweren Bomberdivision der Langstreckenfliegerkräfte der russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte. Selenski spielte laut CNN bereits am Donnerstag in seiner täglichen Ansprache auf ein mögliches Attentat an. «Wir werden als Reaktion auf Russland auch unsere eigenen asymmetrischen Operationen durchführen», sagte der ukrainische Präsident.