Darum gehts
- Selenski fordert täglich 1000 Drohnen für Angriffe auf Russland.
- Ukraine blockiert Noworossijsk, schwächt russische Logistik und Kriegsfähigkeit.
- CIA-Chef Ratcliffe besuchte Moskau, warnte vor Angriff auf die Nato.
300 Drohnen fliegen jeden Tag von Kiew in Richtung des russischen Hinterlandes. Für den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski (48) ist das nicht mehr genug. «Die Aufgabe lautet: täglich 1000 Drohnen für Langstreckenangriffe gegen Russland», erklärt er am Freitag in seiner abendlichen Videoansprache.
Die momentane Kampagne würde nicht ausreichen. «Das muss mehr werden», betont Selenski. Um russische Angriffe abwehren zu können, müsse man selber mehr Waffen benutzen, so der Präsident.
«Wird noch mehr solcher Verluste für Russland geben»
Derzeit stehen im Fokus der Langstreckenangriffe Logistikzentren, Ölraffinerien und militärische Ziele. So soll die logistische Kapazität geschwächt und die Kosten für den russischen Krieg in die Höhe getrieben werden. Derzeit blockiert die Ukraine auch den Hafen Noworossijsk – er ist für die russische Schwarzmeerflotte essenziell.
«Sie haben bereits weniger Benzin, weniger Exporte und weniger Logistikkapazitäten», betont Selenski weiter. Ausserdem fügt er eine Drohung an: «Es wird noch mehr solcher Verluste für sie geben, wenn Russland nicht bereit ist, vernünftig über ein Ende dieses Krieges zu verhandeln.»
Mysteriöser Moskau-Besuch von CIA-Chef
Auch auf den Besuch von CIA-Chef John Ratcliffe (60) in Moskau kam Selenski zu sprechen. Die Ukraine habe bereits im Vorhinein Informationen zum Treffen erhalten. Der ukrainische Präsident bedankt sich für die Bemühungen der Amerikaner – und den «notwendigen Ton des Gesprächs mit Russland».
Viel ist zu Ratcliffes Aufenthalt in der russischen Hauptstadt nicht bekannt. Mehrere US-Medien, darunter das «Wall Street Journal» und «Politico», meldeten, der CIA-Boss habe die Reise angetreten, um in Russland vor einem Angriff auf die Nato zu warnen. So soll eine Eskalation verhindert werden.