Darum gehts
- Fünf Italiener sterben bei Tauchunglück im Vaavu-Atoll (Seychellen)
- Nur eine Leiche bisher in 60-Meter-Höhle entdeckt
- Herausfordernde Bedingungen erschweren Suche
Fünf italienische Staatsbürger sind bei einem tragischen Tauchunglück auf den Seychellen ums Leben gekommen, wie mehrere italienische Medien berichten.
Wie die örtliche Polizei, das italienische Konsulat und das italienische Aussenministerium bestätigten, ereignete sich der Vorfall im Vaavu-Atoll. Die Gruppe habe sich aufgemacht, um eine Höhle in rund 50 Metern Tiefe zu erkunden. Von ihrem Tauchgang am Mittwochmorgen kehrten sie nie wieder zurück.
Tote Person in Höhle entdeckt
Nach Eingang des Notrufs leitete die Armee der Seychellen umgehend eine Suchaktion zu Wasser und in der Luft ein. Wie aus mehreren Berichten hervorgeht, konnte bisher nur eine Leiche gefunden werden. Die tote Person wurde in einer Höhle unter Wasser gefunden.
«Vermutlich befinden sich die anderen vier Taucher in derselben Höhle, die sich bis in eine Tiefe von etwa 60 Metern erstreckt», teilten die Behörden mit. Die Bedingungen vor Ort gelten als extrem herausfordernd, weshalb zusätzliche Taucher und Spezialausrüstung entsandt wurden.
Die erste geborgene Leiche wurde in das Gesundheitszentrum von Fulidhoo überführt, wie die italienische Zeitung «Corriere della Sera» schreibt. Die italienische Botschaft in Colombo und das Aussenministerium erklärten, sie stünden in engem Kontakt mit den Angehörigen der Verstorbenen, um notwendige Unterstützung zu gewährleisten.
Schweizer Opfer bei Unglück vor wenigen Monaten
Vor ziemlich genau zwei Monaten kam es zu einer Tourismustragödie auf den Malediven, die sich ebenfalls im Indischen Ozean befinden. Das Tauchboot Galatea geriet bei Marie Louise Island in Seenot und sank daraufhin.
Die Passagierliste umfasste sieben Personen aus der Schweiz. Ein Ehepaar aus Basel und ein Crew-Mitglied wurden tagelang vermisst. Alle drei gelten nun als tot.