Vor sechs Tagen kam es zum Unglück in den Seychellen, bei dem das Tauchboot «Galatea» in Seenot geriet und sank. Wie die Behörde für Seeverkehrssicherheit der Seychellen gegenüber «Seychelles Nation» nun bestätigte, wurden die Such- und Rettungsaktion eingestellt.
«Trotz anhaltender Suchaktionen aus der Luft und auf See, die seit Eingang des Notrufs durchgeführt wurden, werden drei Personen weiterhin vermisst: ein Staatsangehöriger der Seychellen und zwei Schweizer Staatsangehörige», heisst es in einer Pressemitteilung der Behörde für Seeverkehrssicherheit der Seychellen (SMSA).
Behörde warnt vor Trümmerteilen
Seeleute werden aber gebeten, Sichtungen von Trümmern, Verschmutzungen oder gar Personen im Wasser umgehend der Polizei oder der Küstenwache zu melden. Ausserdem gelte weiterhin eine Navigationswarnung für Schiffe, die den betroffenen Seeraum passieren. Das heisst es wird vor möglichen Trümmerteilen oder nicht geborgener Rettungsflösse gewarnt.
Die Behörde für Seeverkehrssicherheit würdige das Engagement und die Bemühungen aller Beteiligten. «Die Behörde spricht den Familien der Vermissten in dieser schweren Zeit ihr tiefstes Mitgefühl aus», heisst es in der Medienmitteilung.
Sieben Personen aus der Schweiz an Bord
Vergangenen Freitag sank das 30 Meter lange Boot Galatea vor der abgelegenen Seychellen-Insel Marie-Louise. Der Unglücksort befindet sich mehr als 250 Kilometer südlich von der Hauptinsel Mahé entfernt. Das EDA bestätigte am Sonntag, dass sich unter den Passagieren sieben Schweizer Staatsangehörige befanden. Der Rest der 13 Personen, die sich gemäss der Polizei zum Unglückszeitpunkt auf dem Boot aufgehalten, haben sind Crew-Mitglieder.
Während fünf der Personen aus der Schweiz gerettet werden konnten und mittlerweile auch wieder in die Schweiz zurückgereist sind, fehlt von zwei Personen nach wie vor jede Spur. Auch ein Crew-Mitglied zählt weiter zu den Vermissten.
Der Eigentümer des Tauchsafariboots, ein 61-jähriger Franzose, befindet sich in Untersuchungshaft. Laut der Polizei wird gegen ihn wegen «rücksichtslosem und fahrlässigem Handeln» sowie wegen «Beförderung von Personen auf dem Wasser gegen Entgelt auf einem unsicheren oder überladenen Schiff» ermittelt.