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«Historische» Unwetter in Spanien:Strassen verwandeln sich zu reissenden Flüssen

Sturmtief Adam wütet in Spanien – mindestens zwei Tote
In Valencia flüchten die Menschen auf ihre Dächer

An Spaniens Mittelmeerküste spitzt sich die Lage zu. Sturmtief Adam hat inzwischen mindestens zwei Menschen das Leben gekostet. Die Bilder aus der Region Valencia sind dramatisch.
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Die Strassen in Valencia sind überschwemmt.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Sturmtief Adam fordert in Ostspanien mindestens zwei Tote
  • Für Valencia gilt höchste Warnstufe, Züge fallen aus
  • In Oliva wurden 2000 Menschen evakuiert
Fynn Müller von Schweizer Illustrierte
Fynn MüllerPeople-Redaktor

Das Sturmtief Adam ist weitergezogen und trifft jetzt Valencia mit voller Wucht. Die Wetterbehörde Aemet hat am Montagmorgen für die Küstenregion die höchste Alarmstufe ausgerufen. Die Behörden warnen vor einer «aussergewöhnlichen Gefahr». Mehrere Zugverbindungen fallen aus.

Besonders dramatisch ist die Situation in Oliva, rund 70 Kilometer südlich von Valencia. Etwa 2000 Menschen mussten von sieben Campingplätzen evakuiert werden, sagt Bürgermeisterin Yolanda Pastor. Die Feuerwehr holt Eingeschlossene aus überfluteten Gebäuden, Helikopter sind im Einsatz. Einige Bewohner sind auf die Dächer geflüchtet. Im TV-Sender Antena 3 sagt Pastor: «Noch sind aber viele Menschen in ihren Häusern von den Wassermassen eingeschlossen.»

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Die Regenmengen sind gewaltig. Am Strand von Oliva fielen innerhalb einer Stunde rund 132 Liter pro Quadratmeter. Strassen verwandeln sich in Sturzbäche, Autos werden fortgespült. Die Behörden rufen die Menschen auf, zu Hause zu bleiben.

Sturm zieht weiter

Adam hat schon am Sonntag Hunderte Einsätze ausgelöst. Betroffen waren neben Valencia auch Katalonien, Andalusien und die Balearen. Laut dem Sender RTVE fielen in einigen Gebieten binnen weniger Stunden mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter.

Auf Mallorca hat sich die Lage dagegen etwas beruhigt. Die höchste Warnstufe, die in der Nacht auf Montag galt, ist inzwischen aufgehoben. Auf den Balearen fiel der Unterricht trotzdem aus. Am Flughafen Palma kam es zu Verspätungen und Flugausfällen. Auf Ibiza stand der Flughafen schon am Sonntag unter Wasser, weil die Kanalisation überlief.

Besonders tragisch ist der Fall in Katalonien. In Cabrera de Mar wurde eine Frau mit ihrem Kind von den Wassermassen überrascht. Ihr Mann konnte die Tochter gerade noch festhalten, die Frau wurde weggerissen. Sie wurde tot im Meer gefunden. Nach Angaben der Behörden starb ein weiterer Mensch in Sagunto nördlich der Stadt Valencia.

Wer in den kommenden Tagen nach Spanien fliegt, sollte sich direkt bei seiner Airline über den Status des Flugs informieren.

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