Studie löst Frust-Rätsel
So bekommst du mehr Matches beim Online-Dating

Storytelling ist nicht nur für Marketing interessant. Wir können unser eigenes Dating-Profil hervorheben, in dem wir ihm eine Geschichte geben. Bei drei Experimenten zeigte sich, was man auf der anderen Seite alles auslösen kann und worauf man sich am besten achtet.
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Die ungeheure Menge an potenziellen Partnern auf Datingapps macht es schwierig, das eigene Profil hervorzuheben. (Symbolbild)
Foto: Shutterstock

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Neue Studie zum Online-Dating orientiert sich an bewährten Marketingstrategien
  • Durch gutes Storytelling können wir bei anderen das Hormon Oxycontin ausschütten
  • Bei drei Experimenten wird die Theorie getestet
  • Ergebnisse lassen sich leicht im eigenen Profil umsetzen
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Hinge, Bumble, Tinder und Co. — viele Nutzer hätten diese Datingapps am liebsten bereits vor Jahren deaktiviert. Im besten Fall wäre uns die Liebe unseres Lebens auf der Strasse begegnet, einfach so, wie wir gerade sind. Viele hoffen trotzdem weiterhin darauf, dass der eine Match ausgelöst wird. Aber wie kann man dafür sorgen, dass das eigene Profil nicht im Meer von perfekten Bildern und Hobby-Listen der anderen untergeht? Eine Studie der American Psychological Association liefert die Antwort.

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Die Forscher orientieren sich dabei an vergangenen Studien im Marketingbereich. Grosse Marken setzen in der Werbung auf sogenannte narrative Erzählungen. Wird in einer Werbung eine Geschichte erzählt, identifizieren sich Konsumenten mit den Charakteren, was ihr Kaufverhalten beeinflusst. Gutes Storytelling kann nachweislich dazu führen, dass bei Zuschauern das Bindungshormon Oxytocin ausgeschüttet wird. Dadurch werden Produkte vor dem Kauf weniger kritisch hinterfragt. Hat also ein gutes Storytelling im Datingprofil einen ähnlichen Effekt?

Das erste Experiment

Der erste Fokus liegt auf den schriftlichen Angaben in einem Profil. Alle Studienteilnehmer wurden mit Profilen konfrontiert, welche dieselben, jeweils dem Geschlecht angepassten, Kerninformationen (Bild, Alter, Hobbys usw.) enthielten. Nur die Struktur der Angaben wurde bei den narrativen Profilen verändert. Fazit: Die Teilnehmer empfanden gegenüber den narrativen Profilen signifikant mehr Empathie – das romantische Interesse war indes noch nicht merklich angestiegen. 

Was heisst das für dein Profil?

Wenn du deine Profilbeschreibung füllst, schreibe nicht: «Ich mag tiefe Gespräche, Reisen etc.» 

Versuche es stattdessen mit: «Im letzten Sommer habe ich eine Reise nach Spanien unternommen und dort viele tiefe Gespräche mit anderen geführt.»

Das zweite Experiment

Beim zweiten Experiment wurde getestet, wie eine narrative Bildergalerie bei potenziellen Partnern ankommt. Dabei erhielten wieder alle dieselben Kerninformationen. Jedoch wurden die Bilder der einen Gruppe so dargestellt, dass sie eine Geschichte erzählen. Auch hier stieg die Empathie gegenüber den Profilen signifikant an. Ausserdem stieg auch das romantische Interesse leicht an. Das passiere indirekt, weil eine emotionale Verbindung geschaffen werde, so die Studie. 

Was heisst das für dein Profil?

Verzichte auf Bilder, welche dich in einer neutralen Umgebung und ohne Kontext zeigen. 

Probiere stattdessen, eine chronologische Bildgalerie zu erstellen, welche dich bei Sport am Morgen, einem Lunch am Mittag und einem geselligen Abend zeigt. 

Erzählte Profile signalisieren ernste Absichten

In einem letzten Test wurden dann noch alle Möglichkeiten von narrativen und nicht narrativen Elementen miteinander kombiniert. Dabei zeigte sich ganz klar: Am meisten Interesse erwecken Profile, welche sowohl im Text als auch bei den Bildern eine Geschichte erzählen.

Zum einen liegt das laut Studie daran, dass die empathische Verbindung dazu führt, dass das Gegenüber weniger Angst vor Ablehnung hat. Erzählte Profile strahlen zum anderen mehr Kreativität und Intelligenz aus und signalisieren zudem die Bereitschaft, langfristig in eine Beziehung zu investieren.

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