Darum gehts
- Hundehalter, die mit ihren Tieren sprechen, zeigen mehr Empathie und Reife
- Studien zeigen: Haustierbesitzer haben in Stresssituationen niedrigeren Blutdruck
- Übermässige Vermenschlichung kann Tiere belasten und Stress auslösen
Es ist weit mehr als ein Ausdruck von Zuneigung: Mit seinem Hund zu sprechen, hilft dabei, sich selbst und die eigenen Gefühle besser zu verstehen. Bereits 2023 wurden Studien, die die Zeitschrift «Pets» veröffentlichte, auf eine spannende Tendenz aufmerksam. Hündeler, die ihre Tiere am meisten vermenschlichten, wiesen das höchste Mass an Empathie auf.
Mit einem Haustier zu sprechen, seine Reaktionen zu beobachten und sich daran in Tonfall und Gestik anzupassen, zeugt also von Einfühlungsvermögen. Kreativität, emotionale Reife und Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse anderer werden durch die Interaktion sichtbar. Menschen mit diesen Eigenschaften sind wiederum oftmals umgänglich, aufgeschlossen und zu engen Bindungen fähig.
Vierbeiner helfen dabei, abzuschalten
Gespräche mit Haustieren helfen zudem, mit Anspannung umzugehen. Laut einer von «Pleine Vie» zitierten Studie wiesen Hundehalter gegenüber Menschen ohne Haustier einen niedrigeren Blutdruck in Stresssituationen auf. Auch macht es der Kontakt zum Vierbeiner leichter, den Alltag hinter sich zu lassen.
Auch wenn eine enge Bindung zu einem Haustier viele Vorteile mit sich bringt, sollte man bestimmte Warnsignale im Auge behalten. Wird ein Tier zu sehr vermenschlicht und dadurch nicht mehr artgerecht gehalten, kann es darauf mit erhöhtem Stress reagieren. Gleichzeitig gilt für Besitzer: Interaktionen mit Tieren sind kein Ersatz für zwischenmenschlichen Austausch.
Dieser Artikel erschien zuerst auf kobieta.onet.pl. Das polnische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.