Skurrile Busse in Polen
Badeort verbietet Füssewaschen in öffentlichem Lavabo

Der beliebte Ostsee-Badeort Kolberg hat genug davon, dass sich Besucher auf der öffentlichen Toilette im Lavabo den Sand von den Füssen waschen. Wer sich dem Warnschreiben neben dem Spiegel widersetzt, muss mit einer saftigen Busse rechnen.
Kommentieren
1/5
Der polnische Journalist Michal Cessanias staunte nicht schlecht, als er ein Verbotsschild in einer öffentlichen Toilette entdeckte: Füsse waschen verboten!
Foto: Screenshot Facebook / @Michal Cessanis

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • In Kolberg, Polen, kostet unerlaubtes Füssewaschen in Toiletten 110 Franken
  • Ein Schild warnt vor verstopften Leitungen, Strafen sorgen für Diskussionen
  • Touristen kritisieren fehlende Wasserhähne, andere zweifeln an der Rechtsgrundlage
Wiebke_Köhne_Praktikantin News Desk_Ringier Blick_1.jpg
Wiebke Köhne

Der polnische Journalist Michal Cessanias teilte am vergangenen Dienstag eine merkwürdige Entdeckung auf Facebook. Als er in der Nähe des Leuchtturms von Kolberg eine öffentliche Toilette aufsuchte, bemerkte er ein auffälliges Verbotsschild neben dem Spiegel.

«Füsse waschen strengstens verboten. Sand verstopft die Abwasserleitungen. Bei Zuwiderhandlungen drohen Geldstrafen», steht auf dem Aushang. Allerdings wurde auf dem Schild keine Summe für die Geldstrafe angegeben. Kurzerhand hakte Cessanias beim Touristenbüro der polnischen Stadt nach. Wie sich herausstellte, ist die Strafe für unerlaubtes Füssewaschen hoch – es drohen umgerechnet 110 Franken Busse!

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.

Busse löst unterschiedliche Reaktionen aus

Cessanias hält die Bussen für übertrieben, wie er in seinem Pèost klarmacht. Sinnvoller wäre es seiner Meinung nach, wenn die Stadt an den Strandausgängen und in den Toiletten Wasserhähne anbringen und das Problem damit ganz lösen würde. Dennoch zeigt er sich amüsiert über das ungewöhnliche Verbotsschild. Ironisch fragt er seine Follower, wo sie sich ihre Füsse waschen.

Auch weitere Touristen beschweren sich unter seinem Beitrag über den Mangel an alternativen Möglichkeiten, um den Sand abzuspülen. Andere finden das Abspülen hingegen überflüssig. «Als Einwohnerin von Kolberg rate ich euch davon ab, den Sand abzuspülen. Wartet kurz, bis eure Füsse getrocknet sind, und schüttelt ihn dann ab. Er wird so oder so in eure Wohnung oder in euer Hotelzimmer gelangen – das ist der Fluch des Strandbesuchs.»

Andere fragen sich, auf welcher Rechtsgrundlage die Bussen erhoben werden und wie die Behörden die Lavabo-Sünder ausfindig machen wollen. «Installieren sie jetzt schon Kameras auf den Toiletten?», fragt eine Frau in den Kommentaren. Eine andere spricht sich hingegen für das Verbot aus. Sie habe einmal beobachtet, wie sich eine Frau an einem öffentlichen Brunnen die Füsse wusch. «Es sah nicht appetitlich aus», hält sie in ihrem Kommentar fest.

Dieser Artikel erschien zuerst auf ludzie.fakt.pl. Das polnische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier. 

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen