Darum gehts
- Immer strengere Strandregeln 2026 in Europa: Rauchen, Müll, Hunde oft verboten
- Griechenland verbietet Liegen an 251 Stränden, Drohnen überwachen Einhaltung
- Italien: Mitnahme von Sand kostet bis zu 7000 Euro
Müllberge an Traumstränden, betrunkene Urlauber, halbnackte Touristen in Küstendörfern, Hundehaufen am Strand – das will niemand sehen. Schon gar nicht die Gastländer, die mit solchen Nebenwirkungen des Massentourismus konfrontiert sind. Immer mehr Urlaubsorte und Inseln erlassen darum mittlerweile strenge Regeln. Wer sich nicht daran hält, muss mit teils empfindlichen Bussen rechnen.
Hier sind die wichtigsten Strandregeln in den meistbesuchten Ferienländern am Mittelmeer für 2026. Zudem gilt: Informieren Sie sich vor Ort über die spezifischen Regeln der jeweiligen Gemeinde.
Das ist ein Beitrag aus dem «Beobachter». Das Magazin berichtet ohne Scheuklappen – und hilft Ihnen, Zeit, Geld und Nerven zu sparen.
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Spanien
Ein totales Rauchverbot gilt mittlerweile an vielen Stränden, insbesondere im Baskenland, etwa in San Sebastián. Laute Musik, Partys, Alkohol oder FKK am Strand werden streng bestraft – ebenso wie den Müll liegen zu lassen. Badehosen, Bikinis und dergleichen sind nur noch am Strand erlaubt. Wer sich nicht daran hält, zahlt 300 Euro. Gleich viel kostet es, mit Flipflops einen Mietwagen zu fahren.
Auf Mallorca gilt in ausgewiesenen Partyzonen (etwa Playa de Palma, Magaluf) ein striktes Verbot von Alkoholkonsum auf offener Strasse sowie an den Stränden. Wer trotzdem konsumiert, zahlt 500 bis 1500 Euro. Wer ausserhalb eines FKK-Strands nackt in der Öffentlichkeit herumläuft, riskiert eine Busse von bis zu 750 Euro. Ein nackter Oberkörper oder Badekleidung abseits vom Strand kann 50 bis 200 Euro kosten.
Am Strand zu campen respektive zu übernachten, wird streng bestraft. Auch Hunde sind nicht mehr gerne gesehen an Mallorcas Stränden. Oft sind sie in der Hauptsaison (April bis Oktober) verboten – oder nur zu bestimmten Zeiten erlaubt. Kaufe keine Sonnenbrillen und dergleichen bei den illegalen fliegenden Händlern: Darauf steht eine Strafe von bis zu 750 Euro.
Mehr Schatten gewünscht? Pech gehabt – Handtücher oder Beduinentücher in die Sonnenschirme der Strandbetreiber zu hängen, um den Schattenwurf zu vergrössern, ist mittlerweile ebenfalls verboten. An vielen Stränden Teneriffas ist sogar das Rauchen von E-Zigaretten verboten. Zigarettenstummel gehören nicht in den Sand. Generell gilt eine strikte Mülltrennungspflicht. Glasflaschen dürfen wegen der Verletzungsgefahr nicht an den Strand mitgenommen werden. In Strandduschen darf keine Seife verwendet werden, das heisst weder Shampoo noch Duschmittel. Auch hier sind Hunde verboten. Immerhin gibt es auf Teneriffa spezielle Hundestrände, zum Beispiel Puertito de Güímar. Die Boombox lässt man besser auch zu Hause. Laute Musik ist am Strand nicht erwünscht. Muscheln und andere Strandfunde lässt man auch besser da, wo sie sind.
Italien
Auch Italien hat Qualm und Stummeln den Kampf angesagt: Rauchen ist an vielen Stränden, zum Beispiel in Jesolo und Pesaro, untersagt. Und Hunde dürfen vielerorts zwischen 8 und 20 Uhr nicht an den Strand. Streng bestraft wird das Sammeln und Mitnehmen von Sand, Muscheln und Steinen. Kunden von fliegenden Händlern haben in Italien kein Pardon zu erwarten, wenn sie gefälschte Markenware kaufen. Der billige Verschnitt eines Gucci-Täschchens kann bis zu 7000 Euro Busse nach sich ziehen.
Diverse sardische Strände führten eine Besucherobergrenze mit Reservationspflicht ein, beim Strand La Pelosa ist es auch verboten, das Badetuch direkt auf den Sand zu legen. Es müssen Matten verwendet werden, um den Sandverlust zu minimieren. Einige Strände haben eine App, über die sich ein Strandplatz buchen lässt, etwa San Teodoro.
Wer es genau wissen möchte, erkundigt sich an den Strandzugängen über die lokal geltende «Ordinanza Balneare», also die Badeordnung.
Frankreich
In Frankreich gilt ein landesweites Rauchverbot an allen Stränden. Das Rauchverbot gilt übrigens auch in vielen Parks und öffentlichen Plätzen. Verstösse kosten bis zu 135 Euro. In vielen öffentlichen Schwimmbädern und manchen Hotelpools sind aus Hygienegründen nur enge Badehosen für Männer erlaubt. An manchen Küstenabschnitten gibt es zusätzliche lokale Gebote hinsichtlich Badekleidung. Erkundige dich vorab. Auch in Frankreich ist es untersagt, Sand, Muscheln oder Kieselsteine als Souvenir mitzunehmen. Wer es trotzdem macht, riskiert hohe Geldstrafen.
Griechenland
In Griechenland gelten zur Sommersaison 2026 massiv verschärfte Strandregeln, die den freien Zugang zum Meer sichern sollen. An 251 ausgewählten Stränden sind Liegen und Schirme komplett verboten. Zudem müssen 70 Prozent der Fläche an organisierten Stränden frei von Sonnenliegen bleiben. Die Strände werden mittels Drohnen überwacht. Es drohen Bussen von 2000 bis 60’000 Euro.
Generell ist das Reservieren eines Strandplatzes mit Liegen, Handtüchern oder Schirmen verboten. Weiter müssen Sonnenliegen einen Mindestabstand von vier Metern zur Uferlinie einhalten.
Kroatien
Das Trinken von Alkohol auf öffentlichen Plätzen ist auf vielen Inseln, darunter Hvar, untersagt. Party am Strand? Nächtliche Ruhestörungen, laute Musik und «Herumlungern» sind verboten. Hunde dürfen nur auf speziell gekennzeichnete Strände, in Ortschaften gilt Leinenpflicht. Wer Müll zurücklässt, kann streng bestraft werden. Auch Wildcampen wird streng kontrolliert und kann bis zu 400 Euro kosten. Für Bootsreisende gelten neue Verordnungen hinsichtlich Abständen zur Küste: Boote unter 15 Meter Länge müssen 50 Meter Abstand zur Küste halten. Schliesslich noch dies: Sex am Strand kann die Reisekasse um 150 Euro erleichtern.