Italienische Insel greift durch
Kampf gegen nervige Touri-Anquatscher – 500 Euro Busse!

Aufdringliche Verkäufer sind ein lästiger Teil vieler Ferien. Egal ob am Strand oder in der Stadt. Doch auf Capri herrscht Ruhe. Mit Bussen bis 500 Euro geht die Insel gegen aufdringliche Anbieter vor.
Kommentieren
1/5
Die Insel Capri greift gegen Touristen-Anquatscher durch.
Foto: Shutterstock

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Capri führt «Anti-Belästigungs-Verordnung» gegen aggressive Touristenwerbung ein
  • Bussen zwischen 25 und 500 Euro für aufdringliche Anbieter
  • 50'000 Besucher täglich in der Hochsaison auf der italienischen Insel
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
RMS_Portrait_AUTOR_229.JPG
Nikolina PanticRedaktorin News

«Hey, mein Freund, nimm Platz. Wir haben das beste Essen der Stadt» oder «Du musst unseren Aperol Spritz probieren». Solche und andere Sprüche kennen viele Reisende. Nervige Verkäufer!

Nun soll damit Schluss sein – zumindest auf der beliebten italienischen Ferieninsel Capri.

Hier herrscht nämlich künftig eine «Anti-Belästigungs-Verordnung», die Besuchende vor lästigen Anbietern schützen soll, die ihr Angebot hartnäckig auf der Strasse anbieten. 

Inselrundfahrten, Bootsausflüge und Gastrobetriebe

Wer stört, der wird bestraft. Laut dem Kommunikationsschreiben von Capri reicht das Bussgeld von 25 bis 500 Euro, also umgerechnet von 23 bis 460 Franken.

Besonders hebt die Insel hervor, «dass es sehr häufig zu aufdringlichem Verhalten seitens Gewerbetreibender oder deren Beauftragten kommt, die Passanten beharrlich ansprechen, um touristische Dienstleistungen» anzubieten. Dabei seien Inselrundfahrten, Bootsausflüge und Führungen als auch Mitarbeitende von Gastronomiebetrieben im Visier.

In der Mitteilung wird das lästige Anwerben als «kommerzielle Belästigung» bezeichnet, welche die öffentliche Ruhe stört und dem Image schadet. 

Ein Ort besonders im Visier

Die italienische Insel steht auf der Reiseliste vieler Touristen. 50'000 Personen besuchen die Insel pro Tag in der Hochsaison. Ein beliebter Hotspot für nervige Werbende sind der Hafenbereich von Marina Grande und die Altstadt, weshalb die Insel diese Orte gemäss Mitteilung besonders im Auge behält.

Mit der neuen Verordnung reagiert die Stadt auf den Massentourismus. Nicht zum ersten Mal: Seit Anfang Jahr dürfen organisierte Reisegruppen nur noch eine Grösse von 40 Personen aufweisen.

Regel ist kein Einzelfall

Auch an anderen Orten gibt es Regeln, die den Besuchenden den Aufenthalt angenehmer machen sollen. Etwa am Gardasee. Im Dörfchen Torri del Benaco gilt diese Regel bereits seit vergangenem Sommer. Wer Touristen beim Flanieren bedrängt, kassiert eine Busse in Höhe von 25 bis 500 Euro. Auch Como hat seinen Artikel 27 ergänzt, indem das Bedrängen von Touristen verboten wird, wie der «Corriere del Ticino» berichtet.

Die lästigen Drängler haben sogar einen Namen: «Buttadentro» – auf Deutsch etwa «Reinschmeisser». In Italiens Gassen lauern sie vor Restaurants, sprechen Passanten an, drängen sie in Lokale. Fast wie Türsteher – nur aggressiver.

Comos Stadtpräsident Alessandro Rapinese (49) ist genervt: «Das zerstört die Qualität des öffentlichen Raums», beschreibt er ihr Verhalten. Die Regeln sollen helfen, dass Touristen bald wieder das tun können, was sie eigentlich möchten: das süsse Nichtstun geniessen – ohne Gedränge.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen