Darum gehts
- Santorini beschränkt Eselreiten: Maximalgewicht für Touristen ist 100 kg
- Esel dürfen nur 20 % ihres Körpergewichts tragen
- Jährlich besuchen 3 bis 3,4 Millionen Touristen die Insel
Santorini ohne Esel? Kaum vorstellbar. Die Tiere tragen seit Generationen Menschen und Material über die steilen Treppen der beliebten griechischen Urlaubsinsel. Doch der Anstieg der Touristenzahlen hat die Belastung der Tiere massiv erhöht – deshalb greifen gewichtige Vorschriften ins Alltagserlebnis der Besucherinnen und Besucher der wunderhübschen Insel ein.
Jetzt werden die Esel entlastet
Wer auf Santorini einen Esel reiten möchte, darf nicht mehr als 100 kg wiegen. Die Massnahme soll Verletzungen und Überlastung der hübschen Grautiere verhindern. Esel dürfen nur maximal 20 % ihres Körpergewichts tragen. Ausserdem sind regelmässige Pausen und ständiger Zugang zu Wasser Pflicht. Ziel ist es, Dehydration, Ermüdung und Gelenkprobleme zu vermeiden.
Die Behörden planen zudem besseren Überblick über die Tiere: Jede Eselin und jeder Esel wird künftig markiert und registriert, damit ihr Gesundheitszustand und die Arbeitsbedingungen überwacht werden können.
Santorini im Massentourismus
Der Aufstieg von der Hafenstadt zur Stadt Fira ist etwa 400 Meter lang und umfasst 500–600 Treppenstufen. Esel trugen früher Material, heute gehen sie mehrmals täglich mit Touristen diesen Weg – gerade während der Hochsaison eine enorme Belastung.
In den letzten zwei Jahrzehnten stieg die Zahl der Touristen stark an: Santorini empfängt jährlich schätzungsweise 3 bis 3,4 Millionen Touristen. Diese hohe Zahl trifft auf nur rund 15.500 bis 20.000 dauerhafte Einwohner, was insbesondere in den Sommermonaten zu extremer Überfüllung durch Kreuzfahrtschiffe und Flugreisende führt.
Die Behörden führten daher auch Beschränkungen für Tagesgäste von Kreuzfahrtschiffen ein. Die Regeln für Esel, die bereits seit 2018 gelten, sind ein weiteres wichtiges Zeichen für das Tierwohl und nachhaltigen Tourismus.
Esel bleiben Teil der Insel
Auch heute sind die Tiere ein Wahrzeichen Santorinis und Teil des touristischen Erlebnisses – besonders an Orten, die für Fahrzeuge unzugänglich sind. Doch die Vorschriften machen klar: Der Schutz der Esel hat Vorrang vor dem Erlebnis der Besucher.
Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.