Darum gehts
- British Airways annulliert Flug am vergangenen Sonntag wegen betrunkener Crew auf Barbados
- Stewardess übergab sich, Kollege kollabierte nach Wodka- und Bier-Party
- 336 Passagiere betroffen, Unternehmensrichtlinien verbieten öffentliches Trinken in Uniform
Ausgerechnet eine Crew der Airline British Airways hat am vergangenen Sonntag ein gängiges Klischee bestätigt: Briten sind äusserst trinkfreudig – und schlagen dabei manchmal auch über die Stränge. Was war passiert?
Wie die britische Zeitung «Telegraph» berichtet, musste die Fluggesellschaft Flug BA254 von Bridgetown auf Barbados nach London-Heathrow streichen, weil die Crew des Flugzeugs zu betrunken war, um den Flug durchführen zu können.
Demnach soll sich eine Stewardess im Laufe des Trinkgelages in der Bar eines Luxusresorts übergeben haben. Ein weiterer Flugbegleiter soll nach der Wodka- und Bier-Party zusammengebrochen sein und nicht mehr ohne fremde Hilfe in sein Zimmer zurückgekommen sein.
Hotelgäste hatten die Schnauze voll
Laut dem Boulevardblatt «The Sun» waren von der Streichung des Flugs 336 Passagiere betroffen. Gemäss den Richtlinien des Unternehmens ist es dem Personal nicht gestattet, in der Öffentlichkeit Alkohol zu trinken, solange es als solches erkennbar ist.
Die Crew auf Barbados soll andere Hotelgäste Berichten zufolge so sehr verärgert haben, dass einige begannen, sie zu filmen, woraufhin einer der am Saufgelage Beteiligten ausgerufen haben soll: «Wir sind die Crew von British Airways, na und?»
Dass Mitglieder der Besatzung zu tief ins Glas schauen, kommt auch bei anderen Airlines vor. Die Geschäftsleitung von Japan Airlines musste im vergangenen Jahr wegen eines betrunkenen Piloten, dessen Ausfall für erhebliche Verspätungen gesorgt hatte, sogar Gehaltskürzungen in Kauf nehmen.