Darum gehts
- Passagierin stirbt auf British-Airways-Flug von Hongkong nach London
- Leiche in Bordküche mit Fussbodenheizung führte zu üblem Geruch
- Die Passagiere mussten nach der Landung noch 45 Minuten im Flugzeug warten
Ein British-Airways-Flug von Hongkong nach London wurde am vergangenen Sonntag zum Horrortrip. Wie die britische Zeitung «The Sun» berichtet, starb eine etwa 60-jährige Passagierin rund eine Stunde nach dem Abflug. Doch statt umzukehren, setzten die Piloten den Flug mit der Leiche fort.
«Um es offen zu sagen: Wenn ein Passagier bereits verstorben ist, wird das nicht als Notfall angesehen», sagte eine Quelle gegenüber der Zeitung. Die Crew habe diskutiert, was mit der Leiche geschehen solle. «Der Vorschlag aus dem Cockpit, sie in einer Toilette einzuschliessen, wurde von der Besatzung abgelehnt.»
Beschwerden über den Geruch
Schliesslich entschied sich die Crew, die Leiche einzuwickeln und in die Bordküche im hinteren Teil des Airbus A350-1000 zu bringen. Dabei bedachten sie allerdings nicht, dass es in der Küche eine Fussbodenheizung hat. Gegen Ende des Fluges gab es deshalb Beschwerden über den üblen Geruch, der sich in diesem Bereich entwickelte.
Nach der Landung ging der Alptraum für die Fluggäste und die Crew noch weiter. Die Polizei untersuchte den Todesfall und liess die 331 Passagiere 45 Minuten lang nicht aussteigen.
Laut Informationen von «The Sun» liessen sich in der Folge mehrere Crewmitglieder wegen des Traumas krankschreiben. Doch laut British Airways hat die Besatzung alles richtig gemacht. «Alle Verfahren wurden korrekt befolgt», teilte die Fluggesellschaft mit. «Unsere Gedanken sind bei den Freunden und der Familie der Frau.»