Drohne legt Südpiste in Leipzig lahm
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Bombenroboter im Einsatz:Drohne legt Südpiste in Leipzig lahm

«Schwerer Fehler»
Putin reagiert auf Deutschlands Sanktionen

Russland steckt gemäss der deutschen Bundesregierung hinter der Drohnen-Attacke am Flughafen Leipzig Anfang August. Man werde entsprechende Massnahmen treffen, kündigte der deutsche Aussenminister am Dienstagabend an. Nun hat auch Kreml-Chef Putin reagiert.
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Russland steckt hinter dem Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig.
Foto: IMAGO/EHL Media

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Deutsche Regierung: Russland hinter Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig
  • Drohne mit Sprengstoff nahe ukrainischem Frachtflugzeug im August entdeckt
  • Deutschland plant Massnahmen gegen Russland, mögliche neue EU-Sanktionen

Lang wurde spekuliert, jetzt herrscht Gewissheit. Die deutsche Bundesregierung sieht Russland hinter dem Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig. Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt erklärte am Dienstagabend an einer Medienkonferenz: «Die Ermittlungen kommen zu dem Ergebnis, dass Russland den hybriden Angriff in Leipzig zu verantworten hat.»

Die Bundesregierung werde nun in Abstimmung mit ihren Partnern Massnahmen treffen, um weitere hybride Angriffe wie in Leipzig zu verhindern, ergänzte Aussenminister Johann Wadephul. Ausserdem sei der russische Botschafter bereits einbestellt worden. «Wir werden unsere Solidarität mit der Ukraine entschlossen fortführen», sagte Wadephul abschliessend.

Zuvor hatte «Bild» bereits berichtet, dass Russland hinter dem Drohnen-Vorfall am Leipziger Flughafen steckt.

Spur führte Ermittler zu Geheimagent

Anfang August wurde am Flughafen Leipzig in unmittelbarer Nähe zu einem ukrainischen Frachtflugzeug eine mit Sprengstoff versehene Drohne entdeckt. Die Ermittler konnten die Spur hinter dem Vorfall laut der «Bild» zu einem russischen Geheimdienst verfolgen.

Bisher hatte sich Deutschland mit einer Schuldzuweisung zurückgehalten. Bereits am Wochenende wurde allerdings bekannt, dass die Bundesregierung eine russische Beteiligung vermute. Laut mehreren Medienberichten bereite Deutschland Massnahmen gegen Russland vor, unter anderem auch neue EU-Sanktionen.

Am Dienstag kündigte die deutsche Bundesregierung schliesslich eine Vielzahl an Strafmassnahmen gegen Russland an. Wie «Focus online» berichtet, zählt dazu etwa die Schliessung des Russischen Hauses in Berlin. Das Kulturinstitut wird mit einer Tarnung von Spionagezwecken in Verbindung gebracht. Auch das Generalkonsulat in Bonn soll geschlossen werden – während gleichzeitig mehrere Diplomaten ausgewiesen werden. Die Einreisekontrollen für Russen sollen darüber hinaus verschärft werden. Und auch gegen die russische Schattenflotte strebt Deutschland ein härteres Vorgehen an.

Putin bezeichnet deutsche Strafmassnahmen als «schweren Fehler»

Mittlerweile hat auch Kreml-Chef Wladimir Putin (73) auf die deutschen Strafmassnahmen gegen Russland reagiert. Diese bezeichnete er auf einer Pressekonferenz als «schweren Fehler» und sprach von Beweisfälschung. Das Aussenministerium in Moskau will nun selbst mit Gegenmassnahmen reagieren. Wie diese konkret ausfallen sollen, wurde nicht weiter ausgeführt.

Putin sieht in der Stellungnahme Deutschlands ein innenpolitisch motiviertes Manöver der Merz-Regierung in Wahlkampfzeiten. «Wo sind die Beweise?», fragte Putin. Auch der russische Botschafter in Berlin sprach von «absurden» Vorwürfen und einer «hastig zusammengezimmerten Provokation am Flughafen in Leipzig». Die deutschen Strafmassnahmen gegenüber Russland bezeichnete er als «eine beispiellose Eskalation in den russisch-deutschen Beziehungen». Diese werde nicht ohne Folgen bleiben, kündigte er an.

«Keine Überreaktionen, aber Reaktionen»

Aussenminister Wadephul kündigte bereits eine angemessene Reaktion auf den Drohnen-Vorfall an. «Von unserer Seite gibt es keine Überreaktionen, aber Reaktionen, wenn wir angegriffen werden», sagte er am Rande seines Besuches in der algerischen Hauptstadt Algier, wie die «Zeit» berichtet.

Die Behörden konzentrierten sich bei ihren Ermittlungen auf die Technologie der Drohne. Die Bombendrohne war mit einer Abwurfeinrichtung und zwei SIM-Karten ausgestattet. Vermutlich dienten diese zur Steuerung und Auslösung der Abwurftechnik. Bereits wenige Tage nach dem Vorfall konnte ausserdem eine DNA-Spur auf der Drohne gefunden werden. Es bestand der Verdacht auf ein schweres Verbrechen, das die Sicherheit Deutschlands gefährden könnte.

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