US-Geheimdienstpapier
Bomben-Drohne am Flughafen Leipzig gehörte wohl Russland

Eine mit Sprengstoff beladene Drohne sorgte am Mittwoch am Flughafen Leipzig für Alarm. Ihr mutmassliches Ziel: Ein mit Munition beladenes ukrainisches Transportflugzeug. Laut US-Geheimdienst gehört sie wahrscheinlich Russland.
Kommentieren
1/4
Eine mit Sprengstoff beladene Drohne sorgte am Mittwoch am Flughafen Leipzig für Alarm.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Unbekannte Drohne mit Sprengstoff am Mittwoch am Flughafen Leipzig entdeckt
  • US-Geheimdienst vermutet russischen Geheimdienst als Urheber der Drohne
  • Ukrainisches Transportflugzeug mit Munition war Ziel des Vorfalls
Mattia_Jutzeler_Redaktor News_Blick_1.jpg
Mattia JutzelerRedaktor News

Am Mittwoch sorgte eine unbekannte Drohne am Flughafen Leipzig in Deutschland für Aufsehen. Bisher war bekannt, dass das Flugobjekt mit Sprengstoff beladen war und neben einem ukrainischen Transportflugzeug entdeckt wurde. Das Transportflugzeug war mit Munition beladen.

Bislang noch unklar war jedoch die Herkunft der mysteriösen Drohne. Obwohl viele Anzeichen darauf hindeuteten, dass sie aus Russland kommt, wurden diese Theorien nie offiziell bestätigt.

Mehreren US-Medienberichten zufolge soll der Geheimdienst der Vereinigten Staaten jedoch neue Informationen zum Vorfall am Flughafen Leipzig haben. Das «Wall Street Journal» schreibt unter Berufung auf mehrere US-Beamte, dass die Drohne mit Sprengstoff wahrscheinlich der russischen Regierung gehöre. Ganz ähnlich klingt ein Fernsehbeitrag von CNN. Dort wird ein US-Verteidigungsbeamter zitiert. So sollen die USA zum Schluss gekommen sein, dass die Drohne von einem russischen Geheimdienst sei.

«Sicherheitsrelevanter Vorfall»

Die Untersuchungen zu dem Fall laufen auch in Deutschland auf Hochtouren. Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen. Es besteht der Verdacht auf ein schweres Verbrechen, das die Sicherheit Deutschlands gefährden könnte. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach von einem «sehr ernsten, sicherheitsrelevanten Vorfall» und einem möglichen «hybriden Anschlagsszenario».

Auch Schweizer Politiker aus allen Parteien reagieren äusserst besorgt auf den Vorfall in Leipzig. Ob Spionage oder Sabotage: «Für relativ wenig Geld können mit handelsüblicher Technologie grosse Schäden verursacht, der Flugverkehr lahmgelegt und erhebliche Unsicherheit ausgelöst werden», sagt SVP-Nationalrat Werner Gartmann (57, SG) zu Blick. «Was in Leipzig passiert ist, kann auch in der Schweiz passieren», so SP-Ständerätin Franziska Roth (60, SO).

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen