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Schülerproteste eskalieren:Videos zeigen Ausschreitungen in Lyon

Demonstrationen im ganzen Land
Eskalieren die Schülerproteste in Frankreich?

Die Spannungen bei den Protesten gegen Missstände an Frankreichs Schulen nehmen kein Ende: Seit Ende September wurden laut Behörden über 6000 Menschen festgenommen, 215 Schülerinnen und Schüler sowie 715 Polizisten verletzt. Für Dienstag sind viele weitere Kundgebungen geplant.
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Seit Tagen halten die Schülerproteste Frankreich in Atem.
Foto: OLIVIER CHASSIGNOLE

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • In Frankreich protestieren Zehntausende gegen Schulmisstände.
  • Behörden zählen 86'000, eine Gewerkschaft 260'000 Teilnehmende.
  • Es gab schon 6059 Festnahmen, 215 Schüler und 715 Polizisten wurden verletzt.
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Marian NadlerRedaktor News

Zehntausende Menschen, darunter Schüler, Eltern, Lehrer und Gewerkschaftsmitglieder, demonstrieren am Dienstag in mehreren französischen Städten gegen die unhygienischen Zustände in einigen Schulgebäuden und Klassenzimmern, völlig vollgestopfte Stundenpläne und Lehrermangel.

Das Innenministerium gab bekannt, dass an ersten Kundgebungen am Vormittag rund 86'000 Personen teilgenommen hätten. Die Gewerkschaft CGT meldete 260'000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Eine Demonstration in Paris am Nachmittag sollte weitere 20'000 bis 40'000 Menschen umfassen. Insgesamt wurden am Dienstag an 891 der 3700 Gymnasien des Landes die Unterrichtsstunden «aus verschiedenen Gründen ganz oder teilweise ausgesetzt», teilte das Bildungsministerium mit.

Am Dienstagnachmittag kündigte der französische Premierminister Sébastien Lecornu (40) an, dass der Unterricht auch bis zum Ende der Woche ausgesetzt werde. Nach den zuvor gewaltsamen Ausschreitungen begrüsste Lecornu die Demonstrationen nun als «Phase der internen Demokratie». «Wir haben einen legalen, erklärten, demokratischen Rahmen, innerhalb dessen Meinungsverschiedenheiten geäussert werden können, auch gegenüber der von mir geführten Regierung», führte der Premierminister in einer Rede in der Nationalversammlung aus.

Mehr als 700 verletzte Polizisten

Die französische Regierung sieht sich im Rahmen der Proteste zunehmend Kritik ausgesetzt, insbesondere, was das Vorgehen der Polizei gegen die Protestierenden angeht. Seit Beginn der Proteste wurden 215 Schülerinnen und Schüler verletzt. Auf der anderen Seite gab es seit dem 28. September 6059 Festnahmen und 715 verletzte Polizisten. «Unsere absolute Priorität ist der Schutz unserer Schülerinnen und Schüler», erklärte Bildungsminister Edouard Geffray (48).

Am Montag hatte ein tragischer Vorfall landesweit Schlagzeilen gemacht. Ein Teenager (15) hatte in Lens seine Hand verloren, nachdem eine Tränengasgranate explodiert war. Am Dienstagmorgen musste ein einjähriges Kind ins Spital eingeliefert werden, nachdem es durch einen Feuerwerkskörper verletzt worden war. Ein Schüler wurde anschliessend in der Nähe des Lycée Mansart in Saint-Cyr-l'École bei Versailles festgenommen. Das vermeldete «Le Parisien».

Am Nachmittag spitzte sich die Lage an einigen Veranstaltungen ein weiteres Mal zu. Videos in den sozialen Medien zeigten Ausschreitungen in Lyon. In Rennes ging die Polizei gegen Jugendliche mit Tränengas vor. In Paris wurden Rauchbomben gezündet, ohne dass die Polizei zunächst einschritt.

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