Darum gehts
- Trump telefonierte am 4. Juli 2026 mit Putin und Selenski.
- Trump bot Putin Hilfe zur Lösung des Ukraine-Kriegs an.
- Putin lud Trump nach Russland ein, betonte politische Lösung des Konflikts.
Inmitten der Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag der USA hat Trump (80) sich am Samstag rund eineinhalb Stunden Zeit genommen, um ein wichtiges Telefonat abzuhalten. Der US-Präsident hat mit Kremlchef Wladimir Putin (73) gesprochen, um ihm Hilfe bei der Suche nach einer Lösung für den Ukraine-Krieg anzubieten. Das berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters.
Über das Gespräch zwischen den beiden Staatsoberhäuptern informierte Kreml-Berater Juri Uschakow in einer Stellungnahme, die in der Nacht auf Sonntag veröffentlicht wurde. «Der amerikanische Präsident hat erneut seine Bereitschaft bekräftigt, auf ein rasches Ende der Kämpfe hinzuarbeiten und Lösungen zur Überwindung der Krise zu finden.»
Putin feindet Europa an
Die Gespräche sind laut Uschakow «sachlich und recht konstruktiv» verlaufen. Sein Land suche eine «politisch-diplomatische Lösung des Konflikts unter gebührender Berücksichtigung des grundlegenden Ansatzes Russlands» – dies würde die Ukraine und ihre europäischen Verbündeten nicht teilen.
Europa würde «auf eine Ausweitung und sogar Eskalation des Konflikts sowie auf Terrorismus gegen Zivilisten setzen», so Uschakow. Dabei bezog er sich auf die Angriffe auf russische Ölraffinerien. Erst am Samstag wurde eine Anlage in Putins Geburtsstadt St. Petersburg getroffen.
«Gibt eine reale Perspektive, diesen Krieg zu beenden»
Obwohl der diplomatische Fokus der USA derzeit auf den Verhandlungen mit dem Iran liegt, schliesse Trump laut Uschakow nicht aus, seine Sondergesandten Steve Witkoff (69) und Jared Kushner (45) nach Moskau zu schicken. Putin soll den US-Präsidenten zudem daran erinnert haben, dass er jederzeit auch persönlich in Russland willkommen sei.
Neben dem Kremlchef hatte Trump auch Wolodimir Selenski (28) am Samstag am Apparat. Dieser gratulierte den USA zum Unabhängigkeitstag – doch auch die aktuelle Lage an der Front war ein Thema. «Es gibt eine reale Perspektive, diesen Krieg zu beenden, und die Entschlossenheit Amerikas wird entscheidend sein», so Selenski.