Risse im Kreml
Warum die Macht von Putin zunehmend bröckelt

Russlands Krieg gegen die Ukraine setzt offenbar selbst Putins Machtapparat zunehmend unter Druck. Hinter den Kulissen wachsen Frust, Spannungen und Zweifel. Sechs Entwicklungen zeigen, warum der Kreml nervöser wirkt denn je.
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Der Druck auf Wladimir Putin wächst.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Putins Machtbasis bröckelt: Krieg, Wirtschaft und interne Spannungen belasten Russland
  • Experten: Selbst Elite glaubt kaum an Sieg in der Ukraine, Kreml zeigt innere Spaltung
  • Russland fehlen Soldaten, Wirtschaft leidet unter Kriegskosten und Arbeitskräftemangel
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Daniel MacherRedaktor News

Wladimir Putin (73) inszeniert sich weiter als starker Mann im Kreml. Doch hinter den Kulissen wächst offenbar die Nervosität. Militärische Rückschläge, wirtschaftliche Probleme und interne Spannungen setzen das System zunehmend unter Druck. Sogar der Einsatz der gefürchteten Oreschnik-Rakete am Sonntag wird als Verzweiflungstat des Kremlchefs eingestuft. «Dies ist kein Zeichen dafür, dass Putin glaubt, der Krieg verlaufe gut. Es ist ein Zeichen russischer Verzweiflung», so der australische Militäranalyst Mick Ryan auf der Nachrichtenplattform X. 

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Diese sechs Entwicklungen zeigen, warum Putins Machtbasis brüchiger wirkt als noch vor wenigen Jahren:

1

Der Glaube an den Sieg schwindet

Laut dem Chef des estnischen Auslandsgeheimdienstes, Kaupo Rosin (48), glaubt selbst im Kreml kaum noch jemand an einen vollständigen Sieg in der Ukraine. Der militärische Stillstand sorgt für Frust – nicht nur bei der Bevölkerung, sondern auch bei Nationalisten, Militärbloggern und Teilen der Elite. Immer öfter ist intern von einer «Sackgasse» die Rede.

2

Russland gehen Soldaten und Arbeitskräfte aus

Russland verliert an der Front offenbar mehr Männer, als freiwillig rekrutiert werden können. Eine neue Teilmobilisierung wäre laut Beobachtern wohl nötig – könnte aber innenpolitisch gefährlich werden. Gleichzeitig fehlen in der Wirtschaft Arbeitskräfte, weil immer mehr Männer an die Front geschickt werden.

3

Der Krieg destabilisiert Russland im Inneren

Immer mehr Soldaten kehren traumatisiert aus dem Krieg zurück. Berichte über Gewalt, psychische Probleme und Kriminalität häufen sich. Besonders brisant: Auch begnadigte Straftäter, die für den Krieg rekrutiert wurden, sollen nach ihrer Rückkehr erneut schwere Verbrechen begangen haben. Der Krieg wirkt damit zunehmend ins Landesinnere hinein.

4

Putins Machtapparat zeigt Risse

Experten beobachten Spannungen innerhalb der russischen Elite. Regierung, Militär, Geheimdienste und Wirtschaft verfolgen offenbar immer stärker eigene Interessen. Kreml-Analysten sprechen bereits von einer möglichen «inneren Spaltung». Selbst frühere Putin-Unterstützer und Kriegsbefürworter äussern inzwischen offen Kritik.

5

Wirtschaft und Alltag geraten unter Druck

Die enormen Kriegskosten belasten Russlands Wirtschaft zunehmend. Wachstum und Investitionen schwächeln, während immer mehr Geld in Militär und Rüstung fliesst. Gleichzeitig sorgen ukrainische Drohnenangriffe und massive Internetsperren für Verunsicherung im Alltag. Selbst kremlnahe Stimmen kritisieren inzwischen offen die Einschränkungen.

6

Putin reagiert mit Kontrolle und Repression

Anstatt den Kurs zu ändern, baut der Kreml den Druck auf die Bevölkerung weiter aus. Der Einfluss des Inlandsgeheimdienstes FSB wächst, Überwachung und Internetkontrollen werden verschärft. Kritiker werden eingeschüchtert oder mundtot gemacht. Genau das sehen Beobachter als Zeichen dafür, dass das System nervöser wird.

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