Darum gehts
- Wal Timmy seit 25 Tagen in Bucht vor Ostsee-Insel Poel
- Bronzefigur als Mahnmal für Meeresschutz von Umweltminister angekündigt
- Über 6000 Nachrichten zu Timmy, 14'000 Franken an Spenden gesammelt
Es ist und bleibt ein Wettlauf gegen die Zeit. Wobei statt eines Wettlaufs eher Warten angesagt ist. Auch an Tag 25 liegt Timmy weiterhin in der Bucht vor der Ostsee-Insel Poel.
Der zwölf Tonnen schwere Wal liegt zwar in einer speziell angelegten Mulde, um Schäden durch sein Gewicht zu verhindern, wie lange er so aber noch durchhält, ist ungewiss. Wie «Bild» schreibt, sollen am Freitag die Arbeiten an der 110 Meter langen Rinne, die aus dem flachen Wasser führen soll, fortgesetzt werden.
Bergung nicht vor Sonntag
Dass Timmy es aber da rausschafft, ist aktuell unwahrscheinlich. «Man ist weiterhin vom Wasserstand abhängig», erklärte Chef-Taucher Fred Babbel. Die eigentliche Bergungsaktion soll daher erst am Sonntag oder sogar erst am Montag beginnen, hiess es am Freitagmorgen an einer Pressekonferenz.
Die «Bild»-Reporterin vor Ort berichtet aber immerhin, dass sich der Wal zu erholen scheint. «Man hört Timmy heute sehr deutlich schnaufen», sagt sie. Ausserdem wirke er sehr ruhig und schaukle sanft auf den Wellen.
Mahnmal für gestrandeten Riesen
Umweltminister Till Backhaus (67) denkt schon weiter Richtung Zukunft. Er kündigte bei der Pressekonferenz an, dass ein Mahnmal für den gestrandeten Wal geplant sei. Eine Bronzefigur auf der Insel Poel solle die Menschen an den Schutz der Meere und ihrer Bewohner erinnern.
Das Interesse an dem Wal und seinem Schicksal bricht nach wie vor nicht ab. Wie das Ministerium Blick am Donnerstag mitteilte, gingen bereits über 6000 Nachrichten zu diesem Thema ein. Auch Vorschläge, wie man den Wal retten könnte, fluten das Postfach. Auch aus der Schweiz erreichten das Ministerium Vorschläge. So etwa von der Unternehmerin Nathalie von Arx (39). Gegenüber Blick erklärt sie, wie sie und ein Experten-Duo die Rettung angehen würden.
Nicht nur Timmy kämpft um sein Leben. Seit Montag liegt die ursprüngliche Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert nach einem medizinischen Notfall im Koma. Durch eine Spendensammlung sollen bereits über 14'000 Franken gespendet worden sein.