Bergmann findet Edelsteine — 3,6 Millionen Franken wert
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Tansanier plötzlich steinreich:Bergmann findet Edelsteine — 3,6 Millionen Franken wert

Purpurrot und extrem wertvoll
11'000-Karat-Rubin in Myanmar ausgebuddelt

Er ist nur halb so schwer, wie der Rubin, der 1996 in Myanmar ausgegraben wurde. Dennoch wird sein Wert höher geschätzt. Inmitten des Bürgerkrigs fanden Bergleute in Myanmar einen schimmernden Edelstein. Eng damit verbunden ist eine moralische Frage.
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In Myanmar wurde kürzlich ein 2,2 Kilogramm schwerer Rubin ausgegraben.
Foto: AP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • In Myanmar wurde ein 2,2 Kilogramm schwerer Rubin entdeckt
  • Rubine finanzieren den Bürgerkrieg und stürzen Juweliere in Dilemma
  • 1996 wurde ein grösserer Rubin mit 4,29 Kilogramm gefunden
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Während Myanmar noch immer im Bürgerkrieg versinkt, produziert das Land laut AP gleichzeitig fast 90 Prozent der weltweit verkauften Rubine. Ausgerechnet jetzt taucht ein Riesenschatz auf. Dieser könnte Juweliere schon bald in ein moralisches Dilemma stürzen. 

Wie die staatliche Zeitung «Global New Light of Myanmar» am vergangenen Freitag berichtete, entdeckten Bergleute in der Region Mogok einen äusserst seltenen Rubin. Der Koloss hat 11'000 Karat (2,2 Kilogramm) und hat eine purpurrote Farbe. Sogar im Rohzustand weist er schon eine stark reflektierende Oberfläche auf. 

Rubine finanzieren die Militärregierung

Bereits 1996 wurde in Myanmar ein Riesen-Rubin ausgegraben – 4,29 Kilogramm brachte er auf die Waage. Trotzdem ist der neue Edelstein wertvoller. Seine Qualität und Farbe sind unschlagbar. 

Unterdessen fordern Menschenrechtsorganisationen wie die Global Witness immer wieder internationale Käufer dazu auf, keine Geschäfte mehr mit Myanmar zu machen. Das Problem: Mit den Edelsteinen finanziert die Militärregierung ihren Krieg. 

Immer wieder graben Menschen einen Edelstein aus – und werden damit über Nacht reich. Blick zeigt weitere spektakuläre Funde. 

Tourist findet Diamant in US-Park

2024 erfuhr der französische Tourist Julien Navas vom Crater of Diamonds Park im US-Bundesstaat Arkansas – der Park ist als Edelstein-Hotspot bekannt. Kurzerhand mietete der Hobby-Gräber das passende Equipment und versuchte sein Glück. Das Ergebnis: Er fand einen Diamanten in der Grösse eines Bonbons. Sein Wert betrug umgerechnet 24'000 Franken. 

Julien Javas mit seinem Bonbon-Diamanten im US-Park.

Mann gräbt Mega-Juwel in Garten aus

Ein sri-lankischer Arbeiter suchte 2020 in seinem Garten verzweifelt nach Wasser, um einen Brunnen zu bauen. Als er die Erde umgrub, stiess er jedoch auf einen gigantischen Sternsaphir. Unfassbare 510 Kilogramm wog der Klunker, der unter seinem Rasen jahrelang schlummerte. Sein Wert wurde damals auf umgerechnet 90 Millionen Franken geschätzt. 

Dieser riesige Sternsaphir schlummerte im Garten des Sri Lankers.

Bergmann wird Millionär

Der einfache Bergmann Saniniu Laizer aus Tansania schuftete jahrelang, um seine Familie zu ernähren. 2020 wurde der damals 52-Jährige dank eines spektakulären Fundes zum Millionär. Gleich zwei gigantische Tansanit-Steine entdeckte der Tansanier – das Bergbauministerium kaufte ihm die Edelsteine für umgerechnet 3,6 Millionen Franken ab. 

Dank diesen zwei Edelsteinen wurde Saniniu Laizer zum Millionär.

Edelsteine auf dem Mont Blanc

In den Jahren 1950 und 1966 prallten gleich zwei indische Flugzeuge gegen den 4810 Meter hohen Mont Blanc. 2013 fand ein junger Franzose ein wertvolles Überbleibsel auf dem Bossons-Gletscher. Ein kleines Säckchen mit der Aufschrift «Made in India». Darin befanden sich Smaragde, Saphire und Rubine. Das Beste daran: Er durfte die Hälfte des Schatzes behalten. Die Steine, die er behielt, hatten einen Wert von 140'000 Franken. 

Der junge Franzose durfte die Hälfte des Schatzes selbst behalten.
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