Premierminister äussert sich zur «brutalen Realität»
Wie tief steckt Norwegens Elite im Epstein-Sumpf?

Norwegens Premier Jonas Gahr Støre spricht im Epstein-Skandal von einer «brutalen Realität». Verbindungen zwischen Politikern und dem Sexualstraftäter erschüttern das Vertrauen der Bürger.
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Norwegens Premierminister Jonas Gahr Støre verspricht Aufklärung.
Foto: IMAGO/NTB

Darum gehts

  • Epstein-Skandal erschüttert Norwegen, Premier Støre verspricht Aufklärung
  • Prominente Norweger hatten enge Kontakte zu Epstein
  • Polizei ermittelt gegen mehrere bekannte Norweger
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Nach Ansicht des norwegischen Ministerpräsidenten erschüttert der Epstein-Skandal das Vertrauen der Bürger seines Landes in Menschen mit Macht grundlegend. Das sagte Jonas Gahr Støre (65) dem Sender NRK und versprach zugleich Aufklärung.

Die engen Verbindungen prominenter norwegischer Politiker zu dem wohlhabenden Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953–2019) zeigten, «dass es möglich ist, sich Einfluss zu kaufen, wenn man nur reich genug ist», sagte Gahr Støre in dem Interview. Das sei eine «brutale Realität».

Norwegens Premier verspricht Aufklärung

Neue Veröffentlichungen im Fall Epstein legen nahe, dass hochrangige norwegische Diplomaten, ein ehemaliger Regierungschef sowie Norwegens Kronprinzessin enge Kontakte zu dem mittlerweile verstorbenen US-Geschäftsmann hatten.

Die Tatsache, dass die Polizei gegen mehrere seiner Landsleute ermittle, unterstreiche die Schwere des Falls, sagte Gahr Støre zu NRK und fügte hinzu: «Als Ministerpräsident ist es meine Verantwortung, das zu verurteilen. Und dazu beizutragen, dass der Fall aufgeklärt wird.»

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