Falsche Leiche für die Presse?
Neue Epstein-Akten heizen Verschwörung an

Ein FBI-Dokument enthüllt: Nach Jeffrey Epsteins Tod 2019 in New York sollen Justizmitarbeiter Medien mit einer falschen Leiche abgelenkt haben, um den Abtransport der echten Leiche zu ermöglichen.
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Dokumente mit geschwärzten Passagen, die in den vom US-Justizministerium freigegebenen Jeffrey-Epstein-Akten enthalten sind, werden am Freitag, 2. Januar 2026, in Washington gezeigt und fotografiert. Foto: Jon Elswick/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
Foto: Jon Elswick

Darum gehts

  • FBI-Dokument zeigt angebliche Täuschung mit falscher Leiche nach Epsteins Tod 2019
  • Justizmitarbeiter arrangierten Kartons und Bettlaken als Leichenersatz für Medien
  • Epstein, 66, tot in Zelle aufgefunden; offiziell Suizid, viele Verschwörungstheorien
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Nach dem Tod von Sexualstraftäter Jeffrey Epstein sollen Justizmitarbeiter einem FBI-Dokument zufolge versucht haben, die Medien mit einer falschen Leiche abzulenken.

Das geht aus der Zusammenfassung einer Befragung eines Gefängnisaufsehers hervor, die Teil der jüngst veröffentlichten Epstein-Akten ist. Mit der Täuschung sollte demnach der störungsfreie Abtransport der echten Leiche zur Gerichtsmedizin gewährleistet werden.

Epstein, der über Jahre einen Missbrauchsring betrieben hatte, war im August 2019 tot in seiner Zelle im Metropolitan Correctional Center (MCC) in New York aufgefunden worden. Offiziellen Angaben zufolge beging er Suizid. Wegen seiner Beziehungen in die höchsten Kreise von Gesellschaft und Politik sowie Pannen bei der Überwachung des 66-Jährigen in der Haftanstalt ist Epsteins Tod Gegenstand zahlreicher Verschwörungserzählungen.

Nicht Teil der offiziellen Dokumentation des Todes

Der Aussage in dem FBI-Dokument zufolge hatten sich am Todestag zahlreiche Medienvertreter vor der Haftanstalt versammelt. «Um die Medien zu täuschen», sei mit Kartons und Bettlaken etwas arrangiert worden, das wie ein menschlicher Körper aussah, sagte der Justizmitarbeiter demnach. Die falsche Leiche sei in einem weissen Transporter der Gerichtsmedizin abtransportiert worden, dem die Pressevertreter auch gefolgt seien. Die echte Leiche sei in einem schwarzen Fahrzeug «unbemerkt» weggefahren worden.

Das Dokument mit der Zusammenfassung der Befragung ist nicht Teil der offiziellen Dokumentation des Todes von Epstein und lässt sich nicht zweifelsfrei überprüfen. Der Name des Gefängnisaufsehers ist geschwärzt, nicht jede Aussage lässt sich ihm zuordnen. In dem Dokument wird bestätigt, dass Epstein am Tag vor seinem Tod telefoniert hat - demzufolge mit dessen Mutter. Epstein wird als «glücklich» beschrieben, weil er habe telefonieren können.

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