Darum gehts
- Donald Trump attackierte Medienschaffende und Politiker beim Gala-Dinner in Washington
- Er beschimpfte Kaitlan Collins als «Lügnerin» und JB Pritzker als «fettes Schwein»
- Gala-Gäste von 2600 auf 700 reduziert wegen Sicherheitsvorfall im April 2026
Eigentlich ist das Gala-Dinner für Journalisten ein Anlass für humorvolle Kritik. Doch US-Präsident Donald Trump sorgte in Washington für Fremdschämen. Wie unter anderem die «New York Post» berichtet, lieferte Trump in der Nacht auf Samstag im Luxushotel Waldorf Astoria eine Stunde lang persönliche Attacken ab.
Er nahm prominente Medienschaffende ins Visier. CNN-Moderatorin Kaitlan Collins (34) beschimpfte er als «Lügnerin». Sie verbreite erfundene Geschichten. Er fügte hinzu: «Sie ist zwar attraktiv, aber sie lacht nie.» Trump verglich sie zudem mit der Transfrau Dylan Mulvaney. Auch die TV-Stars Jake Tapper (CNN) und Jacqui Heinrich (Fox News) griff er frontal an.
Preisübergabe an Epstein-Journalisten
Vor Trumps Rede wurden Journalisten für ihre Arbeit ausgezeichnet. Darunter waren auch Mitarbeiter des «Wall Street Journal», sie hatten zum Fall recherchiert. Verrückt: Obwohl Trump die Zeitung auf 10 Milliarden Dollar verklagt hat, gratulierte er den Gewinnern und schüttelte ihnen die Hand. Die «New York Post» betitelt Trumps Reaktion im Moment der Preisübergabe als «unbezahlbar».
In seiner darauffolgenden Rede liess er es sich aber nicht nehmen, gegen das berühmte Blatt zu schiessen. So erklärte er einen der anwesenden WSJ-Journalisten, Josh Dawsey, als «nicht einstellbar».
Trump teilt auch gegen Politiker aus
Neben den Medien bekamen auch politische Gegner ihr Fett weg. Den Gouverneur von Illinois, JB Pritzker, nannte er ein «fettes Schwein». Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom bezeichnete er als «strohdumm». Die Anwesenden reagierten mit eisigem Schweigen. Nur wenige Kabinettsmitglieder lachten höflich mit.
Am Ende setzte Trump eine rote Kappe mit dem Slogan «Trump 2028» auf. Sein Fazit: «Ich wusste nicht, was auf mich wartet. Und es ist viel schlimmer, als ich dachte.»
Die Gala fand unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Die Gästeliste wurde von 2600 auf 700 Personen gekürzt. Der Grund: Ein bewaffneter Mann hatte beim ersten Korrespondenten-Dinner Ende April versucht, die Kontrollen im Hotel «Washington Hilton» zu durchbrechen und in den Ballsaal zu gelangen. Auch damals war Trump vor Ort. Das Dinner wurde daraufhin verschoben.