Darum gehts
- Ein Lehrer (31) schiesst bei einem Dinner im Weissen Haus – Donald Trump wird evakuiert
Über 2000 Gäste vor Ort, Trump zeigt keine Angst während Evakuierung
- Schütze zielte laut Manifest auf Trump, nannte ihn «Pädophilen, Vergewaltiger»
Ein festlicher Abend in der US-Hauptstadt wurde jäh von Gewalt überschattet. Während sich US-Präsident Donald Trump (79), die First Lady, der Vizepräsident und Tausende Gäste zum traditionellen White House Correspondents' Dinner versammelten, durchbrach ein bewaffneter Lehrer (31) die Sicherheitszone – Schüsse fielen, der Präsident wurde in Sicherheit gebracht.
In einem Interview in der Sendung «60 Minutes» des Senders CBS News sprach der 79-Jährige ausführlich über den schockierenden Abend. Dabei traf Trump drei Kernaussagen.
«Ich bin kein Vergewaltiger»
Nach der Verhaftung des mutmasslichen Schützen, Cole Tomas Allen, tauchte rasch ein Manifest auf, das dem Bewaffneten zugeordnet wird. Darin finden sich Hinweise, dass der geplante Angriff explizit Trump oder seiner Administration gegolten haben könnte. In dem Dokument findet sich eine Hasstirade, die sich mutmasslich gegen Trump richtet. Moderatorin Norah O'Donnell liest einen Teil aus dem Manifest vor.
«Ich bin nicht länger bereit, zuzulassen, dass ein Pädophiler, Vergewaltiger und Verräter meine Hände mit seinen Verbrechen befleckt», schreibt der 31-Jährige offenbar.
Trump reagiert umgehend: «Na ja, ich habe darauf gewartet, dass ihr das vorlest, weil ich wusste, dass ihr das tun würdet – denn ihr seid, ihr seid, ihr seid schreckliche Menschen. Schreckliche Menschen. Ja, das hat er geschrieben. Ich bin – ich bin kein Vergewaltiger. Ich habe niemanden vergewaltigt.» Daraufhin watscht er O'Donnell direkt ab und nennt sie «eine Schande». «Sie sollten sich schämen», so Trump. Er sei kein Pädophiler und werde ständig mit Dingen in Verbindung gebracht, die nichts mit ihm zu tun hätten.
«Ich war nicht besorgt»
Angesprochen auf seine Gefühle nach den Schüssen, erklärte Trump, dass er überhaupt nicht besorgt gewesen sei. «Ich hatte keine Angst. Ich kenne das Leben – wir leben nun mal in einer verrückten Welt. Genau in diesem Moment wurde das besonders deutlich», so Trump. Er verstehe aber schon, dass das Erlebte für die Anwesenden ein Schock gewesen sei. «Man konnte es übrigens auch am Gesichtsausdruck von Melania erkennen», beschreibt der Präsident.
«Nun, ich will es nicht sagen, und die Leute hören es auch nicht gern, wenn man ihnen sagt, dass sie Angst hatten. Aber natürlich, ich meine, wer hätte das nicht, wenn man in so einer Situation steckt?»
«Moment mal, lasst mich sehen»
Während der Evakuierung hat es Trump dem Secret Service nicht einfach gemacht, ihn aus dem Saal zu bringen. «Ich wollte sehen, was da vor sich ging. Ich wollte wissen, was los war. Und zu diesem Zeitpunkt wurde uns langsam klar, dass es sich vielleicht um ein ernstes Problem handelte, um eine andere Art von Problem, ein schlimmes», beschreibt Trump. Ich sagte: ‹Moment mal, Moment mal. Lasst mich mal sehen. Moment mal.›»