Darum gehts
- Simon C. (46) in Bangkok verhaftet wegen Mordverdacht an 17-Jähriger
- Überwachungskameras zeigen ihn mit Koffer nach mutmasslichem Verbrechen
- Streit entstand wegen 13 Franken, Prozessbeginn noch unbekannt
Simon C.* (46) wollte sich gerade einen Rückflug nach Australien buchen, als er am vergangenen Samstagmorgen am Flughafen in Bangkok von der örtlichen Polizei verhaftet wurde. Die Vorwürfe gegen ihn sind schwer: Er wird verdächtigt, ein minderjähriges Mädchen sexuell missbraucht, ermordet und in einem Koffer entsorgt zu haben.
Bei dem Opfer handelt es sich um eine 17-jährige Thailänderin aus der Provinz Kalasin. Wie die «Bangkok Post» berichtet, wurde sie zuletzt am Donnerstag um 3.34 Uhr morgens gesehen, als sie Hand in Hand mit einem ausländischen Mann in ein Appartement im 15. Stock eines Wohnhauses verschwand.
Die Kameras zeichneten den Verdächtigen mit dem Koffer auf
Laut der Polizei ergab die Auswertung der Überwachungskameras, dass es sich dabei um Simon C. handelte. Auch zeichneten die Kameras auf, wie er Stunden später die Wohnung mit einem schwarzen Koffer verliess. Als die Polizei die Wohnung durchsuchte, sollen zudem Spuren eines Kampfs festgestellt worden sein.
Laut einem weiteren Bericht der «Bangkok Post» soll der Verdächtige bereits gestanden haben, das Mädchen während eines heftigen Streits getötet zu haben. Er gibt jedoch an, aus Notwehr gehandelt zu haben.
Tödlicher Streit wegen 13 Franken
Gekannt habe er das Opfer zuvor nicht. Vor der Tat habe er mit ihr vereinbart, ihr umgerechnet 25 Franken für «ihre Zeit» zu bezahlen. Im Appartement habe sie ihm mitgeteilt, dass sie ihre Menstruation habe, woraufhin er den Preis um die Hälfte reduzieren wollte. Daraufhin sei es zu einem heftigen Streit gekommen, der für das Mädchen tödlich endete.
Unterdessen wurde Simon C. an das Provinzgericht in Pattaya überstellt. Die Polizei hat laut «Bangkok Post» noch nicht bekannt gegeben, wann ihm der Prozess gemacht wird.
* Name bekannt