Darum gehts
- Abgepackter Salat kann Bakterien wie E. coli, Salmonellen und Listerien enthalten
- Perfektes Klima für Bakterien durch Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen in Tüten
- Lebensmittelexperten raten, Salat trotz «gewaschen» erneut abzuspülen
Grüner Salat ist eine beliebte Beilage und dabei äusserst gesund. Wer sich das Leben leichter machen möchte, greift im Supermarkt zu der bereits geschnittenen und gewaschenen Packung. Lebensmittelexperten raten jedoch dazu, diese zu Hause dennoch ein zweites Mal abzuspülen. Dies, da in den Tüten die perfekten Bedingungen für die Vermehrung von Mikroorganismen herrschen.
Auch wenn kontaminierte Packungen nicht die Regel sind, steigt das Risiko bei abgepackten Salaten. Ein Grund dafür ist, dass in industriell verarbeiteten Produkten meist mehrere Chargen landen. Wenn nur eine davon verunreinigt ist, können sich die Bakterien während des Prozesses auf mehrere Packungen ausbreiten. Die Bakterien selbst gelangen in den meisten Fällen bereits auf dem Feld über den Boden, Bewässerungswasser oder Wildtiere auf die Salatblätter.
Welche Bakterien können in der Tüte lauern?
Da bei dem Schneidvorgang Säfte aus den Salatblättern austreten, sammelt sich in der fertigen Tüte jeweils etwas Feuchtigkeit an. Kommt es zudem zu Temperaturschwankungen während des Transportes, entsteht ein perfektes Klima für die beschleunigte Vermehrung der Bakterien. In Zusammenhang mit Salat können vor allem die folgenden Bakterien Schwierigkeiten verursachen:
- Escherichia coli: Bestimmte Stämme können starke Krämpfe, Übelkeit und schwere Darminfektionen verursachen.
- Salmonellen: Verursachen hohes Fieber, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall.
- Lysteria monocytogenes: Besonders gefährlich für Schwangere, ältere Menschen und immungeschwächte Personen, bei denen es zu schwerwiegenden gesundheitlichen Komplikationen kommen kann.
«Gewaschen und verzehrfertig» ist keine absolute Garantie
Bei abgepackten Salaten wird deshalb dazu geraten, diese zu Hause nochmals unter fliessendem Wasser abzuspülen. Auch wenn der industrielle Waschvorgang die Anzahl der Mikroorganismen reduziert, werden sie dadurch nicht komplett beseitigt. Allerdings sollte man sich unbedingt darauf achten, dass man den Salat nicht selbst durch dreckige Küchenutensilien oder Hände zusätzlich verunreinigt. Insbesondere Schneidbretter, auf denen zuvor rohes Fleisch geschnitten wurde, sollten aufgrund von Kreuzkontaminationen vermieden werden.
Bereits vor dem Kauf lohnt sich ein genauer Blick auf die Salatpackung. Bei Flüssigkeitsansammlungen am Boden oder dunkel verfärbten Blättern wird zu Vorsicht geraten. Im Anschluss an den Kauf sollte man den Salat möglichst schnell in den Kühlschrank legen und vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums verzehren.
Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.