Immer wieder narren Ukrainer Putins Armee
Acht Abschussanlagen für russische Raketen getroffen

Statt Raketen erst abzufangen, greift die Ukraine deren Startanlagen in Russland an. Acht Treffer seit September sollen Moskau gezwungen haben, ballistische Angriffe zu ändern oder abzusagen. Es ist nicht das erste Mal, dass der Ukraine ein Überraschungs-Coup im Krieg gelingt.
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Diese Nachricht dürfte dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht gefallen.
Foto: Mikhail Metzel/Pool Sputnik Kremlin via AP

Darum gehts

  • Kiew meldet acht Treffer: drei zerstört, fünf beschädigt
  • So sollen ballistische Angriffe verhindert worden sein
  • Früher traf Kiew Moskwa, Depots, Schiffe und Bomber
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Marian NadlerRedaktor News

Es sind Zahlen, die der ukrainische Verteidigungsminister Jewhenij Chmara seinem Präsidenten mit Stolz präsentiert haben dürfte. «Im September und zu Beginn des Oktobers haben die Streitkräfte acht Anlagen getroffen, die für ballistische Angriffe genutzt wurden», verriet Chmara am Mittwoch vor Reportern. «Drei wurden zerstört und fünf beschädigt. Diese Angriffe haben den Feind gezwungen, geplante ballistische Angriffe abzusagen oder zu ändern», ergänzte er.

Statt ballistische Raketen erst im Anflug abzufangen, versuchen die ukrainischen Streitkräfte, die Startanlagen auf russischem Territorium aus dem Verkehr zu ziehen. Die Raketen werden zerstört, bevor sie überhaupt abgefeuert wurden. Wie das ukrainische Nachrichtenportal «United24Media» schreibt, gehören dazu auch S-400-Abschussanlagen, die Russland für Angriffe auf Bodenziele einsetzt.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Ukraine die zahlenmässig deutlich überlegenen Truppen von Kremlchef Wladimir Putin (74) mit einer ungewöhnlichen Taktik überrascht. Von versenkten Kriegsschiffen bis hin zu Drohnen, die aus Lastwagen starten. Diese fünf Beispiele zeigen, wie Putins Armee immer wieder ausgetrickst wurde.

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Kleine Drohnen schalten russische Panzer aus

Gleich zu Kriegsbeginn setzte die Ukraine in der Türkei hergestellte Bayraktar-Drohnen ein, um russische Fahrzeuge auszuschalten. Die Bayraktar wurde zu einem der ersten Symbole des ukrainischen Widerstands und war eines der entscheidenden Puzzleteile, die den russischen Vormarsch behinderten.

«Feindliche Infanterie- und motorisierte Artillerieeinheiten, die nicht durch Luftverteidigungssysteme geschützt sind, werden zur leichten Beute für unsere Bayraktars, deren Zahl dank unserer Freiwilligen ständig zunimmt», jubilierte der ukrainische Brigadegeneral Oleksij Gromow im September 2022 an einer Pressekonferenz.

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Ukrainer veröffentlichen Video:Drohne zerstört russische Militär-Fahrzeuge
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Die Versenkung der Moskwa

Der 14. April 2022 markierte eine militärische Blamage für die Russen. Mit zwei Antischiffsraketen des Typs Neptun versenkt die Ukraine den russischen Kreuzer Moskwa. Das Flaggschiff der Schwarzmeerflotte sinkt.

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Präzisionsschläge gegen Russlands Nachschub

Mit westlichen Himars-Raketenwerfern griff die Ukraine im Sommer 2022 gezielt russische Munitionsdepots, Kommandoposten und Brücken an. Besonders wirkungsvoll war dies während der Gegenoffensive bei Cherson: Russische Truppen westlich des Dnjepr gerieten zunehmend unter Versorgungsdruck, wie der Militärexperte Justin Bronk damals im Gespräch mit der BBC festhielt.

Bemerkenswert, denn zu diesem Zeitpunkt verfügte die Ukraine noch nicht über Langstreckenraketen oder Drohnen mit besonders hoher Reichweite. Wenige Monate später, im November 2022, mussten sich die Russen gänzlich aus Cherson zurückziehen.

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Unbemannte Sprengboote jagen Russlands Schwarzmeerflotte

Auch mit dieser Innovation rechneten Moskaus Soldaten nicht: Mit ferngesteuerten und mit Sprengstoff beladenen Seedrohnen beförderte die Ukraine in den Jahren 2023 und 2024 mehrere russische Kriegsschiffe auf den Grund des Meeresbodens. Zu den spektakulärsten Erfolgen gehörte die Versenkung der Korvette Iwanowez im Februar 2024. Letztlich verlegte Russland Teile seiner Flotte aus dem besonders gefährdeten Krim-Hafen in Sewastopol.

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Versteckte Drohnen kommen bei «Operation Spinnennetz» zum Einsatz

Im Rahmen der «Operation Spinnennetz» schmuggelte der ukrainische Geheimdienst kleine Angriffsdrohnen in die Nähe russischer Flugplätze. Von versteckten Startvorrichtungen aus attackierten sie strategische Bomber, teils Tausende Kilometer von der Ukraine entfernt. Die Ukraine meldete Dutzende getroffene Flugzeuge. Wie US-Beamte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters deutlich machten, dürfte das echte Ausmass deutlich geringer gewesen sein. Sie gingen im Juni 2025 von zehn zerstörten russischen Flugzeugen aus und insgesamt bis zu 20 Treffern, also deutlich weniger als von Kiew behauptet.

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