Selenski erhebt schwere Vorwürfe nach tödlichem Angriff
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37 Tote bei Kiew:Selenski erhebt Vorwürfe nach Angriff

Nur eine von 57 Raketen abgefangen, Patriot-Systeme fast aufgebraucht
Der Ukraine geht die Munition aus

Russland überzieht Kiew mit Drohnen und ballistischen Raketen. Weil Putins Armee immer mehr und schnellere Waffen produziert, stösst die ukrainische Luftabwehr an ihre Grenzen. Hilfe aus dem Westen lässt auf sich warten.
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Selenski dürfte sich derzeit den Kopf über die Verteidigung von Luftangriffen zerbrechen.
Foto: IMAGO/TT

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Russische Drohnen und Raketen treffen Kiew seit Ende August fast stündlich
  • Russland produziert 3000 Jet-Drohnen und 100 Raketen pro Monat
  • Kiew fing im August nur 1 von 57 Raketen ab
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Natalie ZumkellerRedaktorin News

Kiew steht unter Dauerbeschuss. Zwischen Ende August und Anfang September schlugen fast stündlich russische Drohnen und Raketen ein. Allein im Juli starben ukraineweit 437 Zivilisten. Die Zahlen für August dürften laut «The Economist» ähnlich hoch ausfallen.

Die Lage spitzt sich zu, weil Russland neue Jet-Drohnen des Typs Geran-4 und Geran-5 einsetzt. Diese fliegen bis zu 600 km/h schnell. Moskau produziert rund 3000 Stück pro Monat. Die ukrainische Luftabwehr ist damit massiv überfordert. Die Ukraine hat zwar F-16-Kampfjets, doch die passende US-Munition wird knapp.

Ukraine plant eigenes Raketenabwehrsystem

Noch gefährlicher sind Russlands Raketen. Von 57 Geschossen Anfang August fing Kiew nur ein einziges ab. Der Grund: Die Bestände der hochmodernen Patriot-Abfangraketen sind fast leer. Gleichzeitig fährt Russland die Produktion auf rund 100 Raketen pro Monat hoch. Die wenigen Abschüsse verdankt Kiew den Europäern – die USA haben selbst zu wenig Patriot-Raketen auf Lager.

Ein Lichtblick: Noch in diesem Jahr erhält Kiew Flugabwehrsysteme aus Frankreich und Italien. Diese kosten knapp drei Millionen Dollar pro Schuss und sind damit viel günstiger als die Patriots. Raketenexperte Fabian Hoffmann warnt aber: «Die Abwehrsysteme haben ihre Wirksamkeit im Kampf noch nicht bewiesen.»

Die Ukraine plant zudem ein eigenes, viel günstigeres Abwehrsystem namens Freyja. Doch bis das Projekt serienreif ist, dauert es laut Experten bis 2028. Bis dahin muss die Ukraine auf Schutzbauten setzen und russische Abschussrampen zerstören, bevor diese feuern können.

Laut Matthew Bint vom International Institute for Strategic Studies liegt der Schlüssel in den russischen Fabriken: «Man muss Schwachstellen in der Lieferkette identifizieren.» Solange das nicht im grossen Stil gelingt, bleibt der Luftkrieg ein verlustreiches Wettrüsten.

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US-Gesandte in Kiew und Moskau:So unterschiedlich werden Selenski und Putin begrüsst
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