Darum gehts
- Umweltminister: Wal Timmy soll an eine private Initiative übergeben werden
- Transport geplant: Wal von Nordsee bis Atlantik, schonender Ablauf vorgesehen
- Es wäre die erste Lebendbergung dieser Art
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (67) hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass der vor der Küste des deutschen Bundeslandes gestrandete Wal Timmy in die Obhut der Privatinitiative übergeben wird. «Die Verantwortung liegt jetzt nicht mehr bei uns», sagte er im Rahmen einer Medienkonferenz. Diese liege nun unter anderem bei Rennpferdebesitzerin Karin Walter-Mommert und Media-Markt-Gründer Walter Gunz (80).
Der Minister, der das Tier zuletzt noch mehr oder weniger aufgegeben hatte, betonte plötzlich: «Diesem Tier kann geholfen werden.» Der Wal sei zwar schwer krank, aber noch aktiv. Timmy befindet sich weiterhin in der Bucht. Experten gingen bisher davon aus, dass der Wal dort sterben könnte, da er bereits schwächer atmet.
Timmy soll von Nordsee bis in den Atlantik transportiert werden
Der Plan sieht einen schonenden Ablauf mit minimalen Eingriffen vor. Zuerst solle der vordere Teil des Wals freigespült werden. Danach sollen Luftkissen eingesetzt werden, um das Tier vorsichtig aus dem Wasser zu heben. Anschliessend solle der Wal auf einer Plane zwischen zwei Pontons transportiert werden. Ziel sei eine Rückführung über die Nordsee bis in den Atlantik. Eine solche Lebendbergung eines Buckelwals habe es in Mecklenburg-Vorpommern bisher noch nicht gegeben.
Es soll noch am Mittwoch gegen 17.30 Uhr ein letzter Tauchgang abgeschlossen werden, bevor weitere Schritte folgen. Abschliessend appellierte der Minister an die Öffentlichkeit; «Lassen Sie die Leute arbeiten.» Insbesondere im Hinblick auf Schaulustige vor Ort.