Darum gehts
- 15 Wanderer nach Sturzflut im Grand Canyon vermisst, ein Mann tot
- 62 Personen wegen Überschwemmungen evakuiert
- Grand Canyon zieht jährlich fünf Millionen Besucher an
Grosse Sorge um Wanderer im Grand Canyon in Arizona. Nach einer Sturzflut in der weltberühmten Schlucht werden noch 15 Personen vermisst, wie der US-Sender Fox News berichtet. Zuvor war von 20 Vermissten die Rede. Die Parkverwaltung teilte am Sonntag (Ortszeit) mit, dass ein Mann (†46) in den Fluten gestorben sei.
62 Menschen seien zuvor aus dem Bright Angel Canyon und dem Gebiet um die Phantom Ranch evakuiert worden. Dort war es am Samstagnachmittag zu schweren Überschwemmungen gekommen. Augenzeugen berichten gegenüber dem amerikanischen Sender KOB 4 von den Evakuierungen: «Wir sahen, wie der Bach über die Ufer trat, wie plötzlich wie aus dem Nichts Wasserfälle entstanden und überall Felsbrocken und Schlamm mitgerissen wurden und Erdrutsche niedergingen.»
Die Behörde gab keine Einzelheiten zu den Personen bekannt, deren Verbleib unbekannt ist. Laut Angehörigen brach unter anderem der Kontakt zu einer Wandergruppe ab.
Weitere Gewitter möglich
Zur Tragödie soll es durch schwere Regenfälle und Gewitter gekommen sein. «Am Montag ist möglicherweise mit weiteren Gewittern und starken Regenfällen zu rechnen, die zu Sturzfluten, Murgängen und Steinschlag führen könnten», teilt die Parkleitung mit.
Die Auswirkungen auf die Infrastruktur im Canyon sind gewaltig – fast alle Brücken über die Flüsse im Park wurden zerstört. Auch wichtige Wasserleitungen wurden beschädigt. Einige Unterkünfte wurden geschlossen, die Einwohner und Einwohnerinnen wurden gebeten, «konsequent Wasser zu sparen».
Der Grand Canyon National Park zieht jährlich rund fünf Millionen Wanderer und Touristen an. Es ist nicht die erste tödliche Sturzflut im Wüstencanyon. Bereits 2024 wurde der berühmte Canyon nach grossen Regenmengen von einer Sturzflut heimgesucht.