Spektakuläre Rettungsaktion für kranken Briten
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Fallschirm-Sprung für Ärzte:Spektakuläre Rettungsaktion für kranken Briten

Nach Ausschiffung auf Teneriffa
US-Passagier positiv getestet – ohne Symptome

Ein Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius fordert drei Todesopfer. Ein infizierter US-Passagier wurde nach der Ausschiffung auf Teneriffa positiv getestet, obwohl er symptomfrei war. Gesundheitsbehörden warnen vor schwer erkennbaren Infektionen.
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Ein US-amerikanischer Passagier der MV Hondius wurde positiv auf das seltene Hantavirus getestet
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Hantavirus-Ausbruch auf MV Hondius, sechs Fälle, drei Tote bis 11. Mai
  • Franzose und vier Mitreisende in Isolation, sofortige Schutzmassnahmen in Frankreich
  • Spektakuläre Rettung auf Tristan da Cunha: Britische Armeesanitäter im Einsatz

Der Hantavirus-Ausbruch rund um die Expeditionskreuzfahrt MV Hondius sorgt international für immer grössere Nervosität. Besonders beunruhigend: Ein US-amerikanischer Passagier der unter Quarantäne stehenden MV Hondius wurde nach der Ausschiffung auf Teneriffa positiv auf das seltene Hantavirus getestet – obwohl er zunächst keinerlei Symptome zeigte. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP. Der Mann gehörte zu jener Reisegruppe, in der zuvor bereits drei Menschen gestorben waren.

Gesundheitsbehörden befürchten nun, dass sich mögliche Infektionen anfangs kaum erkennen lassen könnten – insbesondere auf engem Raum wie einem Kreuzfahrtschiff. Bislang wurden sechs bestätigte Fälle registriert, drei Personen starben. Zwei Todesopfer hatten sich mit dem seltenen Anden-Stamm infiziert, der im Gegensatz zu den meisten Hantaviren auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.

Franzose und vier weitere Personen in Isolation

Am Sonntag wurde zudem ein weiterer Verdachtsfall in Europa bekannt: Ein Passagier eines Rückflugs von Teneriffa nach Frankreich zeigte Symptome des gefährlichen Virus. Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu (39) bestätigte auf X, dass sich der Betroffene gemeinsam mit vier weiteren französischen Passagieren an Bord befand.

«Diese fünf Passagiere wurden sofort unter strenge Isolation gestellt», schrieb Lecornu. Die Betroffenen würden medizinisch versorgt und umfassend untersucht. Um eine mögliche Ausbreitung zu verhindern, kündigte die französische Regierung noch für denselben Tag eine Verordnung zur Isolation von Kontaktpersonen an.

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Spektakuläre Rettungsaktion für kranken Briten

Ebenfalls am Sonntag kam es auf der abgelegenen Insel Tristan da Cunha zu einer spektakulären Rettungsaktion. Ein britischer Staatsbürger mit Verdacht auf Hantavirus musste dort notfallmässig medizinisch versorgt werden.

Da die Insel nur per Schiff erreichbar ist und als eine der abgelegensten der Welt gilt, sprangen britische Armeesanitäter per Fallschirm aus einem RAF-Transportflugzeug ab. Gleichzeitig wurden dringend benötigte Sauerstoffvorräte aus der Luft abgeworfen, nachdem diese laut Behörden ein «kritisches Niveau» erreicht hatten.

Symptome wie Fieber und Durchfall

Der Brite hatte die MV Hondius bereits am 14. April verlassen und entwickelte laut WHO rund zwei Wochen später erste Symptome wie Fieber und Durchfall. Nach Angaben der BBC befindet er sich derzeit in stabilem Zustand in Isolation.

Brigadegeneral Ed Cartwright bezeichnete den Einsatz wegen starker Winde und der extremen Abgeschiedenheit der Insel als «äusserst anspruchsvoll». «Die Folge eines Fehlers wäre ein Sturz in den Atlantik gewesen», sagte er.


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