Darum gehts
- Explosion in Moskauer Ölraffinerie durch russische Flugabwehr verursacht, nicht durch Drohnenangriff
- Boden-Luft-Rakete verfehlt Ziel, trifft Depot und verursacht riesigen Feuerball
- Kreml investierte Milliarden in Luftabwehr, Video des Vorfalls viral geteilt
Aktuell kursieren unzählige Videos im Internet, die den wohl grössten Drohnenangriff auf Russland zeigen. Besonders heftig sind die Bilder einer Explosion bei einer grossen Ölraffinerie im Süden Moskaus. Das tonnenschwere Dach des Depots wird durch die Luft geschleudert, und es ist ein riesiger Feuerball zu sehen.
Die Ursache für die Explosion soll aber tatsächlich nicht eine ukrainische Drohne sein. Laut Analysen und Aufnahmen, die militärnahe Blogger auf Telegram veröffentlicht haben, könnte der verheerende Schaden von der eigenen russischen Flugabwehr verursacht worden sein.
Eigene Rakete donnert in Depot
Der massive Beschuss scheint Russland zu überfordern. Videos auf Social Media zeigen, wie eine Boden-Luft-Rakete ihr Ziel verfehlt, abrupt die Richtung wechselt und direkt in das Öldepot kracht.
Auf Social Media wird dieser fatale Fehler schnell für Memes und ironische Kommentare genutzt. Das runde wegfliegende Dach wird als Ufo karikiert oder als Kippa (traditionelle jüdische Kopfbedeckung) gezeigt, die von Ukraine-Präsident Wolodimir Selenski (48) in die Höhe gehalten wird. Die Kreativität der User scheint keine Grenzen zu kennen. So schwingt sich auch Popstar Miley Cyrus statt auf der Abrissbirne auf dem Dach durch eine dieser Fotomontagen. Besonders eine Fotomontage, die den lächelnden Präsidenten Wladimir Putin (73) neben der brennenden Raffinerie zeigt, wurde tausendfach geteilt.
Luftabwehr hat versagt
Wütende User schimpfen über die selbstverursachte Katastrophe und den fehlenden Schutz des Luftraums. Explizit hierfür investierte der Kreml nach eigenen Aussagen Milliarden. Die Kritik wurde von Spott begleitet: «Keine Sirene, keine Warnung per App. Man erfährt es, weil die Nachbarn schreien.»
Kreml-Chef Putin hat sich bislang nicht zum Vorfall geäussert. Kiew gelingt es je länger, desto öfter, für grosse Verluste auf russischer Seite zu sorgen. Selenski sagte erst vor kurzem: «Moskau wird brennen», sollten die Angriffe auf die Ukraine weiter anhalten.