Darum gehts
- US-Militär versenkt iranisches Kriegsschiff vor Sri Lanka mit Mark-48-Torpedo
- Mark-48: 6 Meter lang, 1,5 Tonnen schwer, 100 km/h schnell
- Explosion fordert 80 Tote, 130 Besatzungsmitglieder waren an Bord
Es ist, als ob ein Meeresungeheuer aus der Tiefe angreift. Eine gewaltige Fontäne schiesst in die Höhe und reisst den Bug der IRIS Dena in Stücke.
Das Video vom US-Angriff auf das iranische Kriegsschiff vor Sri Lanka ging am Mittwochabend um die Welt. Die Fregatte ist nach der Explosion gesunken. 130 Besatzungsmitglieder befanden sich an Bord. Bisher gibt es 80 bestätigte Tote.
Fast 6 Meter lang und 1,5 Tonnen schwer
US-Präsident Donald Trump (79) verfolgt einen 4-Punkte-Plan im Krieg gegen den Iran. Darunter das Ziel, die iranische Marine zu zerstören. Die US-Marine brachte bei der Attacke auf die Dena nicht irgendeinen Torpedo zum Einsatz, sondern einen Mark-48-Torpedo. Ein Koloss. Fast 6 Meter lang, 1,5 Tonnen schwer und mit geschätzt 55 Knoten (oder rund 100 km/h) trotzdem schnell. Dadurch sind Ziele erreichbar, die bis zu 50 Kilometer weit entfernt liegen.
Der Mark-48-Torpedo gilt als ein Meilenstein der Unterwassertechnik. Das Geschoss kann Ziele sowohl unter als auch über Wasser ins Visier nehmen. Dahinter steckt ein hoch entwickeltes System, das Ziele präzise aufspürt und trifft. Das Lenk- und Kontrollsystem nutzt passives und aktives Sonar sowie digitale Elektronik, um Ziele zu orten, zu klassifizieren und zu treffen.
Selbst, wenn die Verbindung gekappt wird, bleibt der Torpedo aktiv. Dank autonomer Zielsuche setzt er die Mission eigenständig fort. Der Mark-48-Torpedo kann einzeln oder in koordinierten Salven abgeschossen werden.
«Intensiver, fokussierter Energiestrahl»
Nicht nur der hochmoderne Torpedo kam zum Einsatz. Das US-Militär soll bei seiner Operation Epic Fury zum ersten Mal moderne Lasersysteme wie Helios (High-Energy Laser with Integrated Optical Dazzler and Surveillance) eingesetzt haben, wie die «New York Post» berichtet.
Auf einem US-Zerstörer vor der iranischen Küste installiert, konzentriert Helios einen «intensiven, fokussierten Energiestrahl», um Drohnen und Raketen zu neutralisieren, wie Militärexperten die Waffe beschreiben. Auf Videos des US Central Command wird das System als beispiellos präzise präsentiert.
«Satelliten können Raketenstartorte präzise erfassen»
Auch Israels neuer «Iron Beam»-Laser soll bei der Verteidigung gegen Raketenangriffe zum Einsatz gebracht worden sein. Bei den Kämpfen im Nahen Osten spielt sich ein Teil der Operation sogar im Weltraum ab. Die 2019 gegründete US Space Force nutzt Infrarotsatelliten, um Raketenstarts zu erkennen und Ziele zu lokalisieren.
Brent David Ziarnick, ehemaliger Offizier der US Air Force, erklärt gegenüber der «New York Post»: «Satelliten können Raketenstartorte präzise erfassen. Die Raketen werden abgefangen und Bodentruppen können sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.»