Darum gehts
- Elena Miras (33) nach Abu Dhabi-Krise zurück, plant Therapie.
- Flucht nach Raketenangriffen und Chaos am Flughafen Abu Dhabi.
- Erster Swiss-Sonderflug am 5. März nach Zürich gestartet.
Seit Dienstag ist die am Wochenende in Abu Dhabi gestrandete Elena Miras (33) zurück in der Schweiz. Was im Wüstenstaat passierte, habe ihr ganz schön zugesetzt. Nun wolle sie Therapie in Anspruch nehmen, um alles zu verarbeiten. Das verrät Miras in einer Fragerunde auf Instagram.
«Ich merke gerade selbst, dass mich das alles mehr beschäftigt, als ich gedacht habe. Aktuell erschrecke ich bei jedem Geräusch und mein Körper ist noch sehr angespannt», schreibt sie. Daher glaube sie, «dass es gut ist, darüber zu sprechen und das Ganze richtig zu verarbeiten». Auch für ihre Tochter Aylen (7) sei es keine einfache Zeit gewesen, «aber Kinder sind stärker, als man denkt». Sie habe einfach versucht, ihr Sicherheit zu geben und ihr zu zeigen: «Mama ist da, egal was passiert» – und dies trotz eigener, grosser Angst.
«Fühlt sich einfach hilflos und verzweifelt»
Am Samstag, dem 28. Februar, war sie mit ihrer Tochter Aylen (7) auf dem Heimweg von ihren Thailand-Ferien. Dafür war ein kurzer Zwischenstopp in Abu Dhabi geplant. Dieser wurde in Folge des Ausbruchs des Iran-Krieges und Raketen über Dubai und Abu Dhabi deutlich länger als die ursprünglich angesetzten, wenigen Stunden.
Da keine Flieger mehr abhoben, musste sich das Mutter-Tochter-Duo ein Hotel suchen und dort ausharren, bis die Flugzeuge wieder starten konnten. Am Dienstag war es so weit und sie konnte den Flieger Richtung Schweiz besteigen. Mit ihr an Bord war der ebenfalls gestrandete Schweizer Komiker Stefan Büsser (41).
Etwas Beängstigenderes als das Chaos am Flughafen, die Alarme, die Panik der Leute und die anhaltenden Explosionen habe sie noch nie erlebt, meinte sie auf Instagram. Verständnis für Dubai-Influencer, die die Geschehnisse herunterspielen, habe sie nicht. «Ich verstehe es ehrlich gesagt auch nicht. Wenn man selbst dort feststeckt, fühlt man sich einfach hilflos und verzweifelt».
Sie wünsche sich, dass alle Menschen, die noch immer dort sind, schnell rausgeholt werden würden «und das auch die Schweiz endlich mal was macht!» Ein erster Sonderflug der Swiss ist am Donnerstagmorgen vom omanischen Maskat aus nach Zürich gestartet.