Darum gehts
- Paveena Takkula sammelt täglich bis zu 24 Eimer Heidelbeeren nahe Helsinki
- Mit Beerenverkauf finanziert sie Haus in Thailand und ein Auto
- Rund 500 Kunden sorgen für jährliche Einnahmen von Zehntausenden Euro
Im Sommer sind die weiten, finnischen Wälder nur so mit Heidelbeeren gefüllt. Das hat sich auch Paveena Takkula zunutze gemacht – und daraus eine ungewöhnliche Geschäftsidee entwickelt. Schon seit 20 Jahren geht sie in der Nähe ihrer Heimat Tuusula, rund 40 Kilometer nördlich von Helsinki, in die Wälder und sammelt dort neben den Blaubeeren auch Preiselbeeren sowie Pilze wie Eierschwämme und Trichterlinge. Ihre Ausbeute verkauft sie anschliessend und verdient damit Zehntausende Euro.
In diesem Sommer ist sie seit drei Monaten bereits jeden Tag mit rund 20 Eimern voller Heidelbeeren nach Hause gekommen, erzählt sie gegenüber dem Magazin «Kotiliesi». «Ich sammle immer mindestens 16 Eimer am Tag, manchmal aber auch bis zu 24», führt Takkula aus. In einer Saison sammelt sie damit Hunderte von Eimern an Heidelbeeren.
Haus in Thailand und Auto dank Heidelbeeren
Früh am Morgen, bevor ihr Mann erwacht, zieht sie los. Den Grund für ihren Sammelerfolg sieht sie dabei in ihrer Pflücktechnik. Die Finnin benutzt einen Beerenrechen, den der Onkel ihres Mannes speziell angefertigt hat. Damit schafft sie einen ganzen Eimer Heidelbeeren in zehn Minuten.
Über die Jahre hat sich Takkula einen festen Kundenstamm von etwa 500 Personen aufgebaut, darunter seien auch bekannte finnische Persönlichkeiten. Fast ihre gesamte Beerenausbeute verkauft sie und erzielt damit jedes Jahr ein ansehnliches Einkommen. «Das bringt uns jährlich Zehntausende Euro ein», schildert Takkula gegenüber «Kotiliesi». Aus dem Gewinn hätten ihr Mann und sie sich bereits ein Haus in Thailand gekauft. Zudem konnten sie ihr Haus in Finnland erweitern und ein Auto kaufen.
Paveena Takkula ist dabei nicht die Einzige, die mit einer cleveren Geschäftsidee ein Vermögen erzielt hat.
Bub sammelt 13 Jahre Pfanddosen – und kauft sich Haus
Der Schwede Rickard Eriksson (32) aus Örebro fasste mit sieben Jahren einen Plan: Er würde sich ein eigenes Haus kaufen. Der Bub setzte sich ein Ziel: Jeden Tag wollte er 10 Kronen (heute etwa 0.85 Franken, zu Beginn mehr) Pfandgeld zusammenbekommen. 13 Jahre lang blieb er daher bei seinem Vorhaben und sammelte weggeworfenes Pfandgut. Das Pfandgeld zahlte er schliesslich auf ein Sparkonto ein.
Zusätzlich kaufte der Bub Pokémon-Karten, spezielle Sammelkarten. Diese tauschte und verkaufte er und gewann zusätzliches Geld für seinen ehrgeizigen Lebenstraum. Mit 20 Jahren hatte Eriksson schliesslich sein Ziel erreicht, wie er dem schwedischen Sender SVT Nyheter erzählte. Er konnte 100’000 Kronen (etwa 8543 Franken) für ein altes Haus anzahlen.
US-Amerikaner wird mit «Pet Rocks» zum Millionär
Haustiere sind beliebt – doch nicht jeder hat die Zeit, das Geld oder die passende Wohnumgebung, um sich einen tierischen Mitbewohner zu leisten. Der US-Amerikaner Gary Dahl (1936–2015) kam in den 1970er-Jahren daher auf eine besonders kuriose Geschäftsidee. Er entwickelte die «Pet Rocks» (zu Deutsch: Haustier-Steine) – ganz gewöhnliche Kieselsteine aus dem Baumarkt, verpackt in einer Kartonschachtel mit Luftlöchern und mit einer humorvoll verfassten «Erziehungsanleitung». Das Konzept boomte und machte Dahl über Nacht zum Millionär. Nach eigenen Schätzungen ging Dahl davon aus, dass er 1,5 Millionen «Pet Rocks» zu je 3.95 Dollar (3.19 Franken) verkauft hat, berichtet der Sender ABC.
Mann in Florida taucht nach Golfbällen – und verdient Millionen
Für Golfspieler eine nervige Unterbrechung, für Glenn Berger eine wahre Goldgrube: Nicht selten fallen Golfbälle beim Spielen auf Golfplätzen in Seen oder Teiche. Berger hat darin jedoch eine lukrative Geschäftsidee gefunden. Mit Neoprenanzug, Gewichten und Luftflasche taucht er auf Golfplätzen in Florida nach verloren gegangenen Golfbällen.
Trotz haarsträubender Begegnungen mit Alligatoren hält er an seinem kuriosen Job fest, wie er gegenüber «The Irish Mirror» erzählte. Dabei dürfte das lukrative Einkommen eine tragende Rolle spielen. Nach eigenen Angaben hat Berger in 14 Jahren 15 Millionen Bälle gesammelt – und diese für rund 15 Millionen Dollar (rund 12 Millionen Franken) weiterverkauft.