«Wenn Iran schlau ist, schliessen sie einen Deal ab»
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US-Kriegsminister:«Wenn Iran schlau ist, schliessen sie einen Deal ab»

Hegseth signalisiert Gesprächsbereitschaft, will aber auch weiter militärisch Druck machen
«Die Mission im Iran wird zu unseren Bedingungen enden»

Am Dienstag haben sich US-Kriegsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine an einer Medienkonferenz zur Operation «Epic Fury» im Nahen Osten geäussert. Washington signalisiert Gesprächsbereitschaft, will aber auch weiter militärisch Druck machen.
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US-Verteidigungsminister Pete Hegseth signalisiert Gesprächsbereitschaft, will gleichzeitig aber weiter militärisch Druck machen.
Foto: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa
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Blick Newsdesk

Wann ist der Iran-Krieg beendet? Der US-Kriegsminister und sein Generalstabschef gaben am Dienstag nur ausweichende Antworten dazu. 

So viel ist klar: Die USA wollen im Rahmen der Operation «Epic Fury» ihren militärischen Druck auf den Iran weiter hochhalten. Verteidigungsminister Pete Hegseth (45) und Generalstabschef Dan Caine (57) betonten an einer Medienkonferenz, Ziel bleibe die Zerstörung der iranischen Nuklear-,Raketen-, Drohnen- und Marinekapazitäten. «Der Iran darf keine Atombombe haben und wird auch keine haben», versprach Hegseth. 

Hegseth droht Iran und kritisiert Nato

In den vergangenen 30 Tagen seien über 11’000 Ziele angegriffen worden, insbesondere Logistik- und Versorgungslinien, erklärte Caine. Hegseth signalisierte zwar Gesprächsbereitschaft – «Wir würden gerne einen Deal machen» – machte aber gleichzeitig klar, dass derzeit noch «mit Bomben verhandelt» werde. Konkrete weitere militärische Schritte – etwa eine mögliche Bodenoffensive – will er bewusst nicht offenlegen.

Gegenüber dem Iran schlägt er einen scharfen Ton an: Ein neues Regime müsse «vernünftiger» handeln, sonst drohten noch intensivere Angriffe. Die Mission im Iran werde «zu unseren Bedingungen» enden. 

Kritik übt Hegseth auch an der Nato, die sich bislang aus dem Konflikt heraushält. Gleichzeitig haben die USA auch Russland und China im Blick, deren Aktivitäten man genau beobachte. Zu guter Letzt unterstrichen Kriegsminister und Stabschef die Bedeutung der eigenen Rüstungsindustrie und lobten die Einsatzbereitschaft der Soldaten.

Den Liveticker zur Medienkonferenz kannst du hier nachlesen:

vor 53 Minuten

Drittes Regime ist «vernünftiger»

Das dritte Regime sei vernünftiger als die vorherigen, was Verhandlungen angehe, sagt Hegseth zum Ende der Medienkonferenz. Anschliessend verlässt er das Podium. Die Presserunde ist vorbei.

vor 55 Minuten

«Mission endet zu unseren Bedingungen»

«Es gibt viele Leute im Iran, die auf unserer Abschussliste stehen», sagt Hegseth jetzt. Caine stellt langfristig weitere Schläge auf die Verteidigungssysteme der Mullahs in Aussicht. 

«Die Mission endet zu unseren Bedingungen», unterstreicht Hegseth und kritisiert die Nato, die sich aus dem Krieg heraushält. Trump werde sich nach dem Konflikt eine Reaktion dazu überlegen, deutet er an.

vor 58 Minuten

Hegseth tut auf geheimnisvoll

Die Pressevertreter fragen immer wieder nach einem möglichen Deal. Hegseth macht dicht. «Militär 101: sag deinem Feind nicht, was du tun wirst», antwortet Hegseth. «Wir würden niemals bekannt geben, was es ist, aber wir wissen, was die Ziele dieses Kriegs sind», sagt er. Stabschef Caine bezeichnet die Soldaten am Boden als «Druckpunkt» für die Verhandlungen. 

14:36 Uhr

«Werden nicht sagen, was wir tun werden»

«Seit Tag eins waren unsere Hauptziele klar: die Marine besiegen, die Raketenkapazitäten zerstören und dem Iran verunmöglichen, eine Atombombe zu haben», listet Hegseth erneut auf. «Diese Dinge sind in einer gefährlichen Welt wichtig.»

Hegseth spricht auch über eine mögliche Bodenoffensive. «Wir werden dem Gegner nicht sagen, was wir tun werden», sagt er dazu. «Vielleicht funktionieren auch die Verhandlungen.»

14:33 Uhr

«Würden gerne einen Deal machen»

In Vorbereitung zur Operation Epic Fury habe man die Bunker in den US-Basen im Nahen Osten verbessert. Zudem setzt man auf ständige Truppenverschiebungen, damit die Truppenverbände der USA nicht von iranischen Raketen oder Drohnen getroffen werden, sagt Hegseth weiter. 

Hegseth äussert sich auch über Verhandlungen. «Wir würden gerne einen Deal machen. Das ist das Ziel. Bis dahin verhandeln wir aber mit Bomben. Die Hauptanstrengung ist ein Deal.» 

14:30 Uhr

«Wir wissen, was Russland und China tun»

Hegseth wird gefragt, wie Russland, Nordkorea und andere Staaten tun würden, um die iranischen Militärkapazitäten wieder aufzubauen. «Wir sind von Anfang an darauf konzentriert gewesen, diese Militärkapazitäten zu zerstören.» Auf die Frage geht er nicht wirklich ein, stattdessen fordert er, dass sich auch andere Länder am Schutz der Strasse von Hormus beteiligt. «Russland und China? Wir wissen, was sie tun. Wir konfrontieren sie direkt», sagt Hegseth.

14:28 Uhr

«Wir bauen Arsenal der Freiheit wieder auf»

«Wir tragen die Waffen, die ihr fertigt, wir sind auf eure Systeme angewiesen. Danke, weiter so», wendet sich Caine direkt an die Rüstungsarbeiter. Anschliessend gibt er das Wort wieder an Hegseth.

«Wir bauen das Arsenal der Freiheit wieder auf», erklärt der US-Kriegsminister. Im Anschluss beginnt die Fragerunde.

14:26 Uhr

Caine würdigt Arbeiter in der Rüstungsindustrie

Caine würdigt jetzt die Arbeiter in den Rüstungsfirmen. «In jeder Militäroperation könnten wir unsere Arbeit nicht ohne die Männer und Frauen erledigen, die die Komponenten für unsere Kampfkraft fertigen», sagt er. «Es ist schwere und harte Arbeit. Ich habe es selbst gesehen. Es ist oft laute und gefährliche Arbeit. Ein Fehler kann ein amerikanisches Leben gefährden.» Solche Fehler könnten den Erfolg einer Mission bestimmen.

Die Arbeiter in den Rüstungsfirmen würden sich ständig anpassen, ständig verbessern und ständig lernen. Es seien «unglaubliche Amerikaner, die 24// arbeiten». 

14:22 Uhr

Mehr als 11'000 Ziele getroffen

Die USA sind weiterhin darauf fokussiert, die Logistik und die Versorgungslinien der iranischen Trupppen zu attackieren, unterstreicht Dan Caine. Auf der Verteidigungsseite der US-Truppen würden weiterhin Raketen und Drohnen abgefangen. «Wir haben in den vergangenen 30 Tagen mehr als 11'000 Ziele getroffen.»

Die Arbeit gegen die iranischen Raketen-, Drohnen- und Marinekapazitäten gehe weiter. Das US-Zentralkommando identifiziere laufend iranische Marine-Lager für mögliche Angriffe.

14:19 Uhr

Caine würdigt verstorbenen Weltkriegsveteranen

Hegseth spricht das «neue Regime» an. «Das neue Regime sollte weiser sein, als das letzte», sagt er. Sollte sich das neue Regime nicht dem Willen der USA beugen, werde es mit noch «heftigerer Intensität» getroffen werden, droht Hegseth. 

Anschliessend gibt Hegseth an Generalstabschef Dan Caine ab. Er spricht den Gefallenen seine Dankbarkeit aus. Er spricht zunächst über einen Veteranen des Zweiten Weltkriegs der Luftwaffe, der im Alter von 105 Jahren verstorben ist und am Montag beerdigt wurde. Die Generation der Weltkriegsveteranen sei die «beste Generation», so Caine. 

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