Darum gehts
- Streit im Zug in Baden-Württemberg: Passagier beleidigt Sicherheitskräfte, eskaliert
- 26-jähriger Bahnmitarbeiter stürzt aus Zug, lebensgefährlich verletzt, mutmasslicher Täter festgenommen
- Deutsche Bahn: 2026 bereits mehrere Angriffe, Gewalt bleibt Problem
Während einer Billettkontrolle bei einem 36-jährigen deutschen Passagier entbrannte am Freitagabend ein Streit in einem Zug der Deutschen Bahn im Bundesland Baden-Württemberg. Die Auseinandersetzung eskalierte, als der mutmasslich alkoholisierte Fahrgast zwei herbeigerufene Sicherheitsmitarbeiter beleidigte, wie die Staatsanwaltschaft und Polizei Karlsruhe in der Nacht auf Samstag mitteilten.
Laut den Behörden kam es zu einem Handgemenge, bei dem einer der Sicherheitsmitarbeiter und der Fahrgast zu Boden stürzten. «Während des Gerangels stürzten beide Beteiligte zu Boden. Hierbei öffnete sich aus bislang ungeklärter Ursache die Tür des fahrenden Zuges und der 26-Jährige stürzte auf Höhe von Ettlingen-Bruchhausen aus dem Zug», erklärten Polizei und Staatsanwaltschaft.
Mutmasslicher Täter festgenommen
Der verletzte Bahn-Mitarbeiter, ein 26-jähriger Bulgare, wurde nach einer grossangelegten Suchaktion entlang der Gleise rund zwei Kilometer hinter dem nächsten Halt des Zuges gefunden. Er wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Spital gebracht. Der mutmassliche Täter wurde noch im Zug vorläufig festgenommen.
Gewalt gegen Mitarbeitende ist bei der Deutschen Bahn kein Einzelfall. Bereits im Februar verstarb ein Zugbegleiter nach einem Angriff durch einen Schwarzfahrer in Rheinland-Pfalz.