Darum gehts
- Rebecca Reusch seit 2019 vermisst, Ermittlungen dauern trotz wenig Fortschritt an
- Kriminologe Petermann bleibt optimistisch dank neuer Zeugen und Cold-Case-Teams
- Seit Oktober 2025 gingen 150 weitere Hinweise von Zeugen ein
Gibt es noch Hoffnung im Fall Rebecca Reusch? Die damals 15-Jährige verschwand im Februar 2019 aus dem Haus ihrer Schwester in Berlin. Die Ermittler tappen seither im Dunkeln, ans Aufgeben scheint aber niemand zu denken.
Im Oktober 2025 durchsuchte die Polizei mit einem Grossaufgebot mehrere Grundstücke, die mit dem Fall in Verbindung stehen sollen. Auch melden sich immer wieder neue Zeugen mit Hinweisen. Die Suche nach der vermissten Rebecca Reusch wird noch nicht aufgegeben.
Prominenter Kriminologe ist optimistisch
Jetzt gibt ein prominenter deutscher Kriminologe eine neue Einschätzung zum Fall ab. Axel Petermann (73) arbeitete jahrzehntelang für die Polizei im deutschen Bremen. Er war dabei als Mordermittler tätig und beschäftigte sich laut «Frankfurter Rundschau» mit über 1000 Fällen.
«Ich bin optimistisch, dass die Tat noch aufgeklärt wird», erzählt Petermann im «ARD-Mittagsmagazin». «Viele Polizeidienststellen haben jetzt Cold-Case-Stellen geschaffen, die ganz bewusst in alte Fälle hineingehen und nach dem Täter suchen.»
Für Petermann gibt es in dem berüchtigten Vermisstenfall Grund zur Hoffnung. «Findet man Spuren der Tat, insbesondere Rebecca, dann sind aus meiner Sicht die Chancen gut, den Fall auch nach Jahren zu lösen», sagte er Anfang März der «Frankfurter Rundschau». Der Kriminologe setzt auf neue Zeugen. «Konkrete Hinweise oder die Lokalisierung der Leiche Rebeccas würden die Ermittlungen mächtig pushen.»
150 neue Hinweise seit Oktober
In den sieben Jahren seit Rebeccas Verschwinden gingen bei der Polizei laut «Bild» über 3500 Hinweise ein. Allein seit der erneuten Polizei-Aktion im Oktober 2025 waren es 150 weitere Hinweise.
Der Hauptverdächtige im Fall Rebecca Reusch ist ihr Schwager Florian R.* (34). Er wurde im Februar 2019 festgenommen. R. kam in Untersuchungshaft, wurde allerdings mangels Beweisen wieder auf freien Fuss gesetzt. Im März 2019 kam er erneut in Untersuchungshaft – und wurde wieder freigelassen.