Timmy prustet zum Anschied
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Zurück im offenen Meer:Hier prustet der Buckelwal zum Abschied

Ist es Timmy?
Buckelwal vor dänischer Küste ist tot

Seit Tagen fehlt jegliches Lebenszeichen von Buckelwal Timmy. Jetzt ist vor Dänemarks Küste ein gestrandeter Wal gesichtet worden. Er ist vermutlich schon länger tot.
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Ist es Timmy?
Foto: OPSLAGSTAVLEN ANHOLT
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Angela RosserJournalistin News

Diese Nachricht lässt wohl den Puls all jener höher schlagen, die den Kampf um das Leben des gestrandeten Buckelwals in der Ostsee Tag für Tag mitverfolgt haben. Vor der Küste Dänemarks wurde ein gestrandeter Wal gesichtet, wie mehrere Medien berichten. 

Ob es Sorgenkind Timmy ist, darüber wird aktuell noch spekuliert, schreibt «Bild». Grund zur Freude gibt es allerdings nicht: Der Wal vor der Insel Anholt soll schon längst tot sein.

Experte tippt auf Buckelwal

Dass es sich bei dem Tier durchaus um einen Buckelwal handeln könnte, sagt Morten Abildstrøm, ein Aufseher der dänischen Naturschutzbehörde. «Es ist ziemlich gross. Wenn man es mit einem Fernglas betrachtet, kann man erkennen, dass das Tier 10 bis 15 Meter gross ist», sagt er. Laut Abildstrøm befindet sich der Wal etwa 75 Meter vom Ufer entfernt.

Auf Facebook werden auch bereits Bilder geteilt, die den gestrandeten Wal zeigen sollen. Was auffällt: Das Tier hat keine gute Haut – so wie es auch bei Timmy der Fall war. 

Wal wohl schon länger tot

Die dänische Umweltschutzbehörde antwortete auch auf eine Anfrage der Zeitung «Ekstra Bladet». In der schriftlichen Antwort heisse es, dass der Wal vermutlich «schon seit einiger Zeit tot» sei. Massnahmen würden aktuell noch keine ergriffen werden. 

Bei Niedrigwasser soll am Freitag versucht werden, dem Wal eine Gewebeprobe zu entnehmen. Davon, sich dem Wal zu nähern, rät die Behörde dringend ab. Das tote Tier könnte Krankheiten übertragen und es bestehe Explosionsgefahr, da sich in toten Tieren Gas ansammelt.

Kein Lebenszeichen von Timmy

Der Buckelwal Timmy, der zig Mal in deutschen Buchten strandete, wurde kurz vor seiner Freilassung am 2. Mai mit einem GPS-Tracker versehen. Nur sendet dieser Tracker bereits seit längerem nicht mehr. Das deutsche Meeresmuseum war sich daher sicher: Das Tier ist tot. 

«Da sich der Wal in einem extrem geschwächten Zustand befand und nach früheren Rettungsversuchen innerhalb kurzer Zeit immer wieder strandete, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass er nicht genug Kraft besass, um längerfristig im tiefen Wasser zu schwimmen, und nicht mehr lebt», hiess es vor einigen Tagen in einer entsprechenden Medienmitteilung. 

Bei dem Tracker soll es sich aber um ein Exemplar, das noch gar nicht richtig getestet wurde. Es könnte also sein, dass es doch Timmy ist, dessen Kadaver nun vor der Küste Dänemarks angespült wurde.

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