Timmys Odyssee im Video
3:03
Wochenlange Strapazen:Der ganze Krimi um Timmy im Video

Geldgeber distanzieren sich
«Wir waren an heutiger Entlassungsaktion nicht beteiligt»

Am Dienstag hatte sich Timmy auf den Weg in die Nordsee und in seine Freiheit gemacht. Nach Wochen in der Ostsee hat sich der Wal am Samstagmorgen nun endlich befreien können. In unserem Tiefe-Ticker liefern wir dir Hintergründe zur aktuellen Rettung.
Kommentieren
1/6
Timmy befindet sich auf dem Weg in die Freiheit.
Foto: Keystone/dpa/Philip Dulian

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Wal Timmy wurde nach wochenlangem Feststecken an der Ostsee befreit
  • Schlepper und Boote brachten ihn Richtung Nordsee, Ziel: Freiheit
  • Aktuell ist Timmy mit 7,5 Knoten nahe dänischer Gewässer unterwegs
06.05.2026, 11:36 Uhr

Danke fürs Mitlesen!

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Wir haben zugeschaut, gebangt und auf ein Happy End gehofft: Nach über zwei Monaten wurde Ostsee-Wal Timmy in Freiheit entlassen. Mit einer letzten Fontäne verabschiedete er sich und tauchte in die Nordsee ab. 

Seitdem läuft zwischen den Rettern ein erbitterter Streit um einen am Wal angebrachten Tracker. Dieser liefert nur unzuverlässig Daten und es ist nicht klar, ob Timmy überhaupt noch lebt. Mehr zu den Streitereien findest du hier

Unabhängig von den Streitigkeiten und offenen Fragen bleibt am Ende vor allem das, was alle Beteiligten ursprünglich verbunden hat: Der Wunsch, diesem Tier zu helfen und ihm eine zweite Chance in der Freiheit zu geben. 

Blick beendet an dieser Stelle den Ticker zu Wal Timmy. Wir bedanken uns fürs Mitlesen und halten euch über alle neuen Erkenntnisse auf Blick auf dem Laufenden. 

02.05.2026, 22:01 Uhr

Plötzlich gibt es Zoff um Timmys Freilassung

Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk

Eigentlich sollten alle jetzt zufrieden sein, oder? Buckelwal Timmy ist nach einer wochenlangen Odyssee endlich in Freiheit. Ende gut, alles gut? Noch lange nicht, wie ein «Bild»-Bericht zeigt.

Demnach distanzieren sich die beiden Hauptfinanzierer hinter der Rettungsaktion von der Freilassung. Rennpferdebesitzerin Karin Walter-Mommert (62) und MediaMarkt-Gründer Walter Gunz (79) halten in einem Schreiben fest: «Wir konstatieren hiermit, dass wir an der heutigen Entlassungsaktion des Wals weder beteiligt waren noch diese aktiv begleitet haben. Etwaige Konsequenzen für nicht abgestimmte Handlungen am und um den Wal haben der Eigner, die Betreiber und uns bekannte Personen der Crew der Schiffe Fortuna B und Robin Hood zu tragen.» Und weiter: «Wir distanzieren uns hiermit ausdrücklich von den Geschehnissen und der Art und Weise, welche zur Aussetzung des Wals führten.»

Timmy ist nicht mehr in der Barge. Der Ablauf seiner Freilassung sorgt jetzt aber für Ärger.
Foto: keystone-sda.ch

Die zwei begleitenden Tierärztinnen hatten den Wal vor der Freilassung nicht nochmal begutachten können, kritisieren die beiden reichen Deutschen weiter. Dies soll aber verabredet gewesen sein. 

Immerhin durfte der Wal-Experte Jeffrey Foster Timmy noch anschauen, bevor er in Freiheit entlassen wurde. Aber auch bei seinem Besuch bei Timmy ging es merkwürdig zu. An Bord soll ihm plötzlich untersagt worden sein, sein Handy zu nutzen - bis hin zur Drohung, es ins Meer zu werfen. Die Besatzungen der beiden an der Rettungsaktion beteiligten Schiffe waren am Samstagabend noch auf hoher See und konnten sich dementsprechend noch nicht zu den Anschuldigungen äussern. 

02.05.2026, 14:01 Uhr

Wal auf stark befahrener Schiffsroute ausgesetzt

Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk

Nach der ersten Euphorie über die Freilassung von Timmy werden immer mehr kritische Stimmen laut. Experten zweifeln, wie sinnvoll der Transport des Meeressäugers in die Nordsee überhaupt war. «Am Ende dieses umstrittenen Rettungsversuchs findet sich ein todkrankes Wildtier lediglich an einem anderen Ort», sagte Meeresbiologe Thilo Maack von der Umweltschutzorganisation Greenpeace gegenüber dem «Spiegel»

Timmy wurde am Samstagmorgen auf einer der in Europa am stärksten befahrenen Schiffsrouten ausgesetzt.

Vor allem den Aussetzungsort betrachtet Maack kritisch. «Der Buckelwal wurde in einer der meistbefahrenen Schiffsrouten Europas ausgesetzt und seinem Schicksal überlassen. Wir können den Wunsch, dem Tier zu helfen, nachvollziehen, schätzen seine Überlebenschancen aber als minimal ein.» 

Der Meeresbiologe fordert angesichts des hohen öffentlichen Interesses Transparenz bei den Trackingdaten des mit einem Peilsender versehenen Buckelwals. Der Aufenthaltsort des Wals sollte einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. «Nur so wird transparent, ob sich das Leiden des Wals auf dieser Reise gelohnt hat», so Maack. 

Bislang liegen jedoch noch keine Daten des Peilsenders vor. Doch die Informationen, über den Standort des Wals würden derzeit ohnehin nur den Teammitgliedern der Privatinitiative und dem Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung gestellt, hatte die Rechtsanwältin der Initiative, Constanze von der Meden, erklärt.

02.05.2026, 12:04 Uhr

Backhaus ist stolz, Tierschützer warnen

Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk

Auch Umweltminister Till Backhaus zeigt sich gegenüber der «Welt» bewegt. «Wenn man einem Wal einmal in die Augen geschaut hat, ist man ein anderer Mensch», so Backhaus. Zugleich dankte er allen Beteiligten für den erfolgreichen Einsatz.

Foto: AFP

An seinem Vorhaben, ein Mahnmal für Timmy zu errichten, will Backhaus festhalten. Und das trotz Kritik aus der privaten Rettungsinitiative. Weiter erklärte Backhaus im Interview, seit vergangenem Montag keinen Kontakt mehr zu den Verantwortlichen zu haben. Backhaus betonte, man habe den Einsatz «nach bestem Wissen und Gewissen» begleitet und damit «ein Stück Geschichte geschrieben».

Während der Umweltminister in Emotionen schwelgt, warnen Tierschützer bereits. Die Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) erklärt gegenüber «Bild»: «Von einer Rettung kann man erst sprechen, wenn sich der Wal zurück im Nordatlantik befindet und dort langfristig überlebt.» Dazu gehöre auch, dass sich seine Haut vollständig erholt, der Wal wieder selbstständig Nahrung findet, an Gewicht zunimmt und seinem natürlichen Verhalten nachgeht.

02.05.2026, 10:52 Uhr

Grosse Emotionen bei Rettern

Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk

Der Ruf der Freiheit hat Buckelwal Timmy endlich ins offene Meer und sein neues Zuhause gezogen. Nachdem der Meeressäuger wochenlang durch die Ostsee geirrt und gestrandet war, konnte er in einer privaten Rettungsaktion bis in die Nordsee geschippert werden. Gegen 9 Uhr war es schliesslich so weit: Timmy glitt in die Wellen und in seine Freiheit. Unter den Rettern sorgte das Freilassen des Buckelwals für grosse Emotionen. 

Timmy prustet zum Anschied
0:37
Zurück im offenen Meer:Hier prustet der Buckelwal zum Abschied

Wal-Experte Sergio Bambaren meldete sich auf Facebook zu Wort. «Endlich ist er frei», schrieb er. Timmy schwimme im offenen Meer, auf der Suche nach seiner Familie, sehe gut aus und werde von vielen Möwen begleitet. «Gute Atemzüge... Peilsender aktiviert ... jetzt können wir nur noch warten und beten», so die Prognose des Wal-Experten. Dazu postete er ein Video, das zeigt, wie Timmy kurz nach seiner Freilassung zum Abschied eine Fontäne prustete. 

02.05.2026, 09:16 Uhr

Timmy hat sich endlich freigeschwommen

Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk

Endlich ist es so weit: Buckelwal Timmy hat sich freigeschwommen! Nach wochenlangem Bangen hat es der zuvor gestrandete Meeressäuger nun sein neues Zuhause erreicht. Laut dem Team der privaten Rettungsinitiative und nach Bildern des Livestream-Anbieters News5 gelang es dem Meeresriesen um 9 Uhr seine Barge zu verlassen. Ob der Wal dabei Hilfe hatte, ist unklar. Nun schwimmt Timmy im offenen Meer. 

Um 9 Uhr gelang es Timmy, aus seiner Barge zu schwimmen. (Archivbild)
Foto: keystone-sda.ch

Nachdem Timmy ins offene Wasser geschwommen war, tauchte er noch kurz neben dem Schiff auf, berichtet «Bild». Mit einer Fontäne verabschiedete sich der Wal und tauchte dann in sein neues Zuhause in der Nordsee ab. Laut Rettern ist Timmy seit Freitag mit einem Peilsender versehen. Nun bleibt zu hoffen, dass der Meeresriese stark genug ist, um im offenen Gewässer zu überleben. 

An diesem Standort hat sich Buckelwal Timmy ins offene Meer aufgemacht.

Laut Informationen von «Bild» soll der Schlepper-Kapitän den Befehl zur Freilassung von Timmy gegeben haben. Der Wal soll jedoch nicht an der ursprünglich geplanten Stelle ins offene Gewässer entlassen worden sein. Die Stelle, an der Timmy nun tatsächlich ins offene Meer schwimmen konnte, liegt rund 70 Kilometer nördlich vom dänischen Skagen entfernt. Erste Drohnenbilder nach der Freilassung zeigen, wie Timmy an der Oberfläche schwimmt und immer wieder Fontänen ausstösst. 

Die letzten Bilder von Timmy

Aus der Luft ist Timmy kurz vor 9 Uhr noch in der Barge zu erkennen. Wenige Minuten später hat er sich freigeschwommen.

02.05.2026, 07:35 Uhr

Timmy weiter auf Kurs in der Nordsee

Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk

Buckelwal Timmy schippert auch am Samstagmorgen weiterhin durch die Nordsee. Freigelassen werden soll der Meeressäuger an einem öffentlich nicht bekannten Ort in der Nordsee. Aktuell ist die Timmy-Flotte mit 2,7 Knoten (etwa 5 km/h) und rund 60 Kilometer nördlich des dänischen Skagen auf offener See unterwegs.

Am Samstagmorgen hält die Timmy-Flotte ihren Kurs in der Nordsee. Bild: Vesselfinder

Am Freitagmorgen hatte der Wal-Transport zunächst den ursprünglichen Freilassungsort am nördlichsten Punkt Dänemarks, die Küstenstadt Skagen, erreicht. Doch wegen des hohen Wellengangs musste die Timmy-Flotte zunächst nach Süden abdrehen und zurückfahren. Am Nachmittag konnte der Kurs Richtung Norden jedoch wieder aufgenommen werden. 

Die Barge sei mittlerweile bereits auf 1,80 Meter abgesenkt worden, sagte Umweltminister Till Backhaus dem ZDF. Damit kann Timmy jederzeit los schwimmen. Wenn er denn will. Am Freitagabend gab es bereits erste Anzeichen: Der Buckelwal schwamm in Richtung Ausgang seiner Barge – um sich kurz darauf jedoch wieder in seine Ecke zurückzuziehen. 

01.05.2026, 21:30 Uhr

Aufregung um Timmy

Von Natalie Zumkeller, Redaktorin am Newsdesk

Gegen Abend kam es rund um Timmy zu einiger Aufregung. Der Meeresriese schwamm auffällig in Richtung des Ausgangs seiner Barge – für einen Moment dachten die Retter und Retterinnen an Bord, der Wal würde sich selbst befreien. Das berichtet unter anderem «Bild»

Timmy soll probiert haben, aus seiner Barge herauszuschwimmen.
Foto: DUKAS

So soll er heftig seine Fluke bewegt, Fontänen geblasen und Anstalten gemacht haben, rauszuschwimmen. So schnell der Moment kam, verflog er aber auch wieder – plötzlich zog sich der Wal zurück in seine Ecke. Von den Helfern und Helferinnen, die zu ihm in das Wasserbecken stiegen, liess er sich nicht beeindrucken. Er blieb seither hauptsächlich auch in seiner Ecke und machte keine erneuten Anstalten, rauszuschwimmen.

01.05.2026, 17:19 Uhr

Timmy soll nahe am Atlantik freigelassen werden

Von Natalie Zumkeller, Redaktorin am Newsdesk

Eigentlich hätte er bereits um 17 Uhr freigelassen werden sollen, der Wal-Konvoi befindet sich aber immer noch auf dem Weg in Richtung Norden. Wie auf Daten verschiedener Schiff-Tracking Dienste ersichtlich wird, befinden sich der Timmy und seine Entourage mittlerweile oberhalb des nördlichsten Punktes von Dänemark.

Timmy wird weiter Richtung Atlantik gefahren.
Foto: DUKAS

Den ursprünglichen Freilassungsort, die nördlichste dänische Küstenstadt Skagen, liess der Konvoi bereits hinter sich. Vor seiner Freilassung soll Timmy noch so weit wie möglich in Richtung Atlantik gefahren werden – zuerst wollte man den Meeresriesen noch ind er Ostsee freilassen.

01.05.2026, 14:25 Uhr

Timmy soll gegen 17 Uhr freigelassen werden

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Wegen des starken Wellengangs kommt die Timmy-Flotte aktuell nicht in die Nordsee. Die Barge mit dem Buckelwal kreist momentan südöstlich der Küstenstadt Skagen. Timmy soll deshalb, entgegen des ursprünglichen Plans, bereits in der Ostsee freigelassen werden. Das berichtet «​Focus​» mit Bezug auf die Nachrichtenagentur DPA.

Foto: keystone-sda.ch

Mittlerweile sei sogar bereits ein Sender an Timmy angebracht worden. Die Freilassung sei für «ungefähr 17 Uhr» vorgesehen, so ein Mitglied der Rettungstruppe zu «Focus». «Das ist aber wetterabhängig», heisst es weiter. 

Das Netz hinter dem Buckelwal werde aktuell so präpariert, dass es schnell geöffnet werden kann. Wo genau der Wal freigelassen wird, ist noch nicht bekannt.

Er steckte wochenlang an der Ostseeküste fest. Seit Dienstag befindet sich Timmy nun endlich auf dem Weg in die Freiheit. Am frühen Abend wurde Timmy erfolgreich in einen mit Wasser gefüllten Lastkahn (Barge) gebracht. Dieser fährt nun erstmals Richtung Nordsee. Am Samstagmorgen schliesslich die frohe Botschaft: Timmy hat sich freigeschwommen und ist nun selbstständig im offenen Meer unterwegs. 

Der Tag des ersten Transports war für alle Beteiligten emotional. Als sich die Barge gegen 20 Uhr erstmals zu bewegen begann und kurz darauf die Insel Poel verliess, kamen einigen sogar die Tränen. 

Kleine Boote brachten den Lastkahn aus dem flachen Gewässer hinaus in die Wismarbucht. Dort übernahm der Schlepper «Robin Hood» den Transport.

Timmy schwimmt am Samstag in die Nordsee

In der Nacht setzte sich der Transport Richtung offenes Meer fort. Die Wasserschutzpolizei aus Wismar begleitete das Gespann zunächst, musste den Einsatz jedoch aufgrund starken Windes abbrechen. Zu diesem Zeitpunkt war der Verband bereits auf Kurs Richtung Fehmarn.

In den frühen Morgenstunden passierte Timmy die Höhe von Fehmarn und setzte seine Reise mit etwa 7,5 Knoten in Richtung Nordsee fort. Später am Vormittag übernahm schliesslich ein anderes Schiff, die «Fortuna B», den Weitertransport des Lastkahns mit dem Wal an Bord. Von dort aus nahm Timmy entlang der dänischen Küste Kurs in die Nordsee. 

Inzwischen hat Timmy sein neues Zuhause in der Nordsee erreicht. Am Samstagmorgen wurde der Meeresriese freigelassen. Unter den Rettern waren die Erleichterung und Freude gross. 

Was sagst du dazu?
Alte Kommentare, neues System.
Da wir unser Kommentartool gewechselt haben, kannst du unter diesem Artikel nichts mehr posten. Bei allen neuen Storys kannst du aber wie gewohnt mitdiskutieren.
Heiss diskutiert
    Meistgelesen