Leser zu Buckelwal Timmy
«Jedes Tier hat es verdient, gerettet zu werden!»

Seit Wochen ringt Wal Timmy an der Ostseeküste ums Überleben. Unzählige Rettungsansätze sind bereits gescheitert. Der nächste Versuch soll der letzte sein. In unserer Leserschaft bricht eine emotionale Debatte darüber aus, ob das Tier unnötig am Leben gehalten wird.
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Am Dienstagmorgen startete die entscheidende Rettungsaktion für Buckelwal Timmy.
Foto: IMAGO/SNS UG

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Buckelwal Timmy ist vor einem Monat auf einer Sandbank gestrandet und kommt nicht mehr weg
  • Soll der Wal gerettet werden? Über 4600 Menschen nahmen an nicht repräsentativer Umfrage teil
  • 52 Prozent hoffen auf Rettung, 27 Prozent sind für Sterbehilfe, 21 Prozent geben auf
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Alessandro KälinRedaktor Community

Seit einem Monat wird an der deutschen Ostseeküste um Buckelwal Timmys Freiheit gekämpft. Alle der zahlreichen Befreiungsversuche sind bisher jedoch kläglich gescheitert. Noch immer ist der Meeressäuger auf einer Sandbank gestrandet. Der offene Ozean ist zwar nah, scheint jedoch unerreichbar.

Am Dienstagmorgen startete erneut ein Rettungsversuch. Zahllose Augen verfolgen das Schicksal des Wals. Mit jedem Scheitern zweifeln mehr Menschen daran, ob eine Rettung wirklich möglich oder überhaupt noch richtig ist. Wir haben bei unseren Leserinnen und Lesern nachgefragt. 

27 Prozent für Sterbehilfe

Eine nicht repräsentative Umfrage mit über 4600 Teilnehmern zeigt, dass eine Mehrheit von 52 Prozent an der Rettung des Wals festhält. Mehr als die Hälfte der Befragten will somit, dass nichts unversucht bleibt, um ihn zurück ins weite Meer zu bringen.

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Auf der Gegenseite schwindet die Hoffnung. 27 Prozent wünschen sich, dass Timmys Leid minimiert wird und er in seinem Sterbeprozess unterstützt wird. Die verbliebenen 21 Prozent sind gar der Meinung, man solle das Tier seinem Schicksal überlassen und nicht weiter eingreifen. In der Kommentarspalte geraten die Meinungen aneinander. 

«Würden einen Menschen auch nicht einfach liegenlassen!»

Auch hier dominieren die Stimmen, die noch auf eine Rettung hoffen. Roland Beutler ist einer von ihnen. Er fordert: «Sicher nicht das arme Tier sterben lassen. Unbedingt retten, mit allem, was geht!» Daniel Luescher stimmt klar zu: «Jedes Tier hat es verdient, gerettet zu werden! Geld sollte dabei kein Thema sein.»

Chris Schefer fragt in die Runde: «Woher wissen denn alle so genau, dass der Wal definitiv dem Tode geweiht ist? Ja, sehr schwach ist er und wohl auch nicht mehr gesund. Hat er nicht trotzdem Hilfe verdient?» Andy Meier appelliert an die Menschlichkeit: «Ich finde es überheblich, wenn man über das Sterbenlassen von einem Tier spricht! Wir würden einen Menschen auch nicht einfach liegenlassen!»

«So brutal es ist, die Natur regelt das selbst»

Auf der anderen Seite scheinen sich viele Kommentarschreiber bereits mit Timmys möglichem Tod abgefunden zu haben. Peter Moser kommentiert: «Ich persönlich finde, lasst das arme Tier endlich in Ruhe. Ihr stresst es ununterbrochen. So brutal es manchmal ist, die Natur regelt das selber.» Andi Gruber fügt an: «Tierschutz bedeutet auch, dass man einem Tier unnötiges Leid erspart. Erlöst ihn endlich.» Monica Gähwiler bittet: «Lasst diesem Wal seine Würde und lasst ihn gehen!»

Yvonne Hormann hat kein Verständnis für die anhaltenden Rettungsversuche: «Verstehe diese Aktion ganz und gar nicht. Warum muss der Mensch in der Natur rumpfuschen?» Colette Chassigneux stimmt zu: «Wieviel Geld soll hier noch verlocht werden? Lasst das Tier endlich in Ruhe!»

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