Ist ein Drohnenangriff wie der in Leipzig in Frankreich möglich?
«Die Antwort lautet ja», sagt Macron

Frankreichs Präsident Macron warnt vor einer wachsenden Bedrohung durch Russland in Europa. Ein Drohnenangriff wie am Flughafen Leipzig ist laut ihm auch in Frankreich möglich. Die Sicherheitsmassnahmen im Land würden seit Monaten verstärkt.
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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hält einen im Auftrag Russlands ausgeführten Drohnenangriff in dem Land für möglich.
Foto: AFP

Darum gehts

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  • Macron warnt vor russischer Bedrohung und möglichen Drohnenangriffen in Frankreich
  • 300'000 russische Soldaten könnten vom Kreml mobilisiert werden, Sicherheitsmassnahmen in Frankreich verstärkt
  • Ukraine erhält Radar- und Raketenausrüstung, Macron fordert doppeltes Moratorium
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Marian NadlerRedaktor News

Mit drastischen Worten hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (48) am Donnerstag vor der Bedrohung durch Russland und Kremlchef Wladimir Putin (73) gewarnt. «Ich versuche nicht, die Situation mit Worten zu eskalieren. Aber ich kann Ihnen sagen, dass Russland seine feindseligen und kriminellen Handlungen verstärkt», sagte Macron in einem Interview, das von den TV-Sendern TF1 und France 2 ausgestrahlt wurde, und warnte vor Angriffen wie am Flughafen der deutschen Grossstadt Leipzig. Dort war eine mit Sprengstoff gefüllte Drohne offenbar nur durch Zufall nicht explodiert.

Auf die Frage, ob solch ein Drohnenangriff auch in Frankreich möglich sei, entgegnete Macron: «Die Antwort lautet: Ja.» Russland betrachte Europa als den strategischen Rückhalt der Ukraine. «Wir werden seit Jahren an allen Fronten angegriffen», ergänzte er. Die Spannungen hätten in den vergangenen Wochen zugenommen.

Befiehlt Putin eine weitere Mobilmachung?

«Bislang gab es in Frankreich keine Anschläge wie den in Leipzig», betonte Macron. «Wir müssen uns aber der sich wandelnden Bedrohungslage bewusst sein. Wir müssen uns vorbereiten. Seit Monaten verstärken wir unsere Sicherheitsmassnahmen.» Region für Region würden zivile und militärische Einrichtungen verstärkt geschützt.

Der französische Präsident hält eine russische Mobilmachung in Form von etwa 300'000 Soldaten für wahrscheinlich. Der Ukraine sicherte er zusätzliche Radar- und Raketenausrüstung zu. Nach einer Frage zum Ende des Krieges im Osten Europas sprach sich Macron für ein doppeltes Moratorium aus, in dessen Zuge die Ukraine die Angriffe auf die Energieinfrastruktur in Russland einstelle und Russland keine Angriffe im Schwarzen Meer mehr durchführen würde.

Angebliche CIA-Informationen über einen möglichen russischen Drohnenangriff auf Europa dementiert Macron. Die CIA habe diese Informationen nicht an Frankreich übermittelt. Dennoch spitze sich die Lage zu – «sowohl für die Ukraine als auch für uns Europäer, da die feindseligen Handlungen zugenommen haben». Bereits in der vergangenen Woche habe er die politischen Kräfte des Landes einberufen, um sie vor einer möglichen Eskalation zu warnen.

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