Darum gehts
- Modschtaba Chamenei, neuer iranischer Führer, seit Kriegsbeginn abgetaucht
- Bericht: Chamenei am 12. März nach Moskau evakuiert, schwer verletzt
- USA setzten 10-Millionen-Dollar-Kopfgeld auf Chamenei und andere Regimefiguren aus
Wo ist der neue Oberste Führer Modschtaba Chamenei (56)? Der Sohn des getöteten iranischen Machthabers Ali Chamenei (†86) hat sich seit Kriegsbeginn nicht gezeigt. Auch seine erste Botschaft ans iranische Volk wurde von einem Sprecher im Staatsfernsehen verlesen. Nun liefert die kuwaitische Zeitung «Al-Jarida» eine mögliche Erklärung für das Versteckspiel.
Unter Berufung auf einen Insider schreibt die Zeitung, dass Chamenei junior bereits am 12. März mit einem russischen Militärflugzeug nach Moskau gebracht wurde. Dort soll er in einem Privatspital von Machthaber Wladimir Putin (73) behandelt werden. Modschtaba war laut verschiedenen Berichten gleich am ersten Kriegstag durch einen Luftangriff schwer verletzt worden.
Chamenei «wahrscheinlich entstellt»
So sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (45), dass der jüngere Chamenei «wahrscheinlich entstellt» worden sei. Donald Trump (79) zweifelte in einem Interview sogar, ob der frisch auserkorene Herrscher überhaupt noch am Leben sei. «Ich höre, dass er nicht mehr lebt. Und wenn doch, sollte er etwas sehr Kluges für sein Land tun, nämlich sich ergeben», sagte der US-Präsident zum Sender NBC News. Dennoch haben die USA ein Kopfgeld von 10 Millionen Dollar auf Chamenei und weitere Exponenten des iranischen Regimes ausgesetzt.
Die Gefahr, in einem iranischen Spital einem weiteren Luftangriff zum Opfer zu fallen, war laut dem Bericht aus Kuwait auch der Grund für die Evakuierung nach Russland. Von seiner angeblichen Rede am 12. März soll Chamenei demnach nichts gewusst haben. Sie sei von Sicherheitschef Ali Laridschani (67) verfasst worden (mehr zum Inhalt der aggressiven Rede findest du im Artikel von Kollege Marian Nadler hier).
Die mögliche Flucht nach Moskau ist indes bisher nur ein interessantes Gerücht. Beweise für die Behauptungen liefert der Artikel von «Al-Jarida» nämlich keine.